Mo, 18. Dezember 2017

Nach Familiendrama

30.08.2010 17:12

War Todesschütze von Welgersdorf unheilbar krank?

Nach der Bluttat in Welgersdorf im Südburgenland, bei der am Sonntag ein 66-jähriger Mann seine 49-jährige Frau und anschließend sich selbst erschossen hat, ist der Fall für die Polizei - was die Tatorterhebungen betrifft - im Großen und Ganzen abgeschlossen. Während die Polizei das Motiv auf Beziehungseben ortet, kursiert in Welgersdorf das Gerücht, wonach der 66-Jährige unheilbar krank gewesen sei. Hinweise auf ein Verschulden eines Dritten konnten jedenfalls nicht ermittelt werden.
Weshalb es tatsächlich zu der Tat kam, sei noch nicht bekannt, Hinweise habe man keine gefunden, erklärte ein Beamter am Montag. Um unter Umständen das Motiv doch noch herauszufinden, solle es eventuell weitere Erhebungen geben. Eine Nachbarin erklärte gegenüber der "Krone" jedenfalls: "Der Schütze soll länger im Spital gewesen sein, man munkelt hier etwas über eine unheilbare Krankheit." Dieses Gerücht will die Polizei aber noch nicht bestätigen. "Klarheit kann nur ein Blick in die Krankenakte von Willi K. bringen. Aber dazu hatten wir noch keine Möglichkeit", so ein Ermittler
 
Schrotflinte war Tatwaffe
Zwischen dem Paar habe es eine lautstarke verbale Auseinandersetzung gegeben, die auch von Nachbarn gehört worden sei. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wird davon ausgegangen, dass der Mann zunächst mit einer abgesägten Schrotflinte der Frau in die Brust schoss. Danach setzte er seinem Leben mit einem Kopfschuss ein Ende. Eine Obduktion sei nicht angeordnet worden.
 
Familie war "mehr oder weniger unauffällig"
Das Paar war vor einiger Zeit aus Wien nach Welgersdorf gezogen. Die Familie sei "mehr oder weniger unauffällig" gewesen, so ein Ermittler. Es habe keine Vorzeichen gegeben, dass es zu einer solchen Tat kommen konnte. Wie die abgesägte Schrotflinte in den Besitz des 66-Jährigen gelangt sei, wisse man nicht.
 
Paar feierte zuvor noch ein Fest
Fest steht hingegen, dass das Paar bis wenige Minuten vor dem Todesdrama noch ein Fest gefeiert hatte. Ein Nachbar, der die Schüsse gehört hatte, erzählte beim "Krone"-Lokalaugenschein: "Herzlich und gut gelaunt haben sie noch ihre Gäste verabschiedet. Und wenige Minuten danach lagen beide tot auf ihrem Wohnzimmerboden."
 
von B. Blabsreiter, Ch. Schulter (Kronen Zeitung) und bgld.krone.at
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