Fr, 15. Dezember 2017

US Open

29.08.2010 10:59

Paszek und Haider-Maurer qualifizieren sich für Hauptrunde

Der Court 16 ist am Samstag in Flushing Meadows zum Österreicher-Platz geworden: Tamira Paszek und erstmals in seiner Karriere auch Andreas Haider-Maurer haben die dritte Hürde in der Ausscheidung der US Open gemeistert und sich für den Hauptbewerb qualifiziert. Paszek trifft nun auf die als Nummer 26 gesetzte Tschechin Lucie Safarova, Haider-Maurer bekommt es bei seiner Grand-Slam-Premiere am Montag auf dem Grandstand gleich mit dem schwedischen Spitzenmann Robin Söderling zu tun.

Drei Jahre ist es her, da hatte sich die damals erst 16-jährige Paszek hier erst im Achtelfinale der als Nummer 6 gesetzten Russin Anna Tschakwetadse geschlagen geben müssen. Paszek war Österreichs große Hoffnung im internationalen Damentennis, doch nach Verletzungen und vielen Rückschlägen fiel sie im Ranking heuer zwischenzeitlich sogar bis auf Platz 324 zurück. Nun hat die 19-jährige Dornbirnerin aber einen ersten großen Schritt zurück ins Welttennis gemacht. Für den vier Jahre älteren Haider-Maurer war es überhaupt sein bisher größter Erfolg.

Dementsprechend groß war auch der Jubel in beiden Fällen auf Platz 16. Zunächst freute sich Paszek nach dem 2:6-6:3-6:0-Erfolg über die in der Qualifikation als Nummer 6 gesetzte Weltranglisten-111. Jewgenia Rodina (RUS). "Das Schöne ist einfach, dass ich mir das Turnier selbst erarbeitet habe. Drei Matches gewonnen, das letzte war sehr hart. Aber ich habe zum Schluss wirklich super Tennis gespielt und bin glücklich über diesen Sieg", freute sich Paszek. Vor allem im dritten Satz erinnerte die Vorarlbergerin, die aktuell auf dem 198. WTA-Platz zu finden ist, durchaus an alte Zeiten. "Ich habe endlich mein Tennis gespielt, druckvoll und aggressiv." Paszek stand zuletzt bei den Australian Open im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

Kniefall von Haider-Maurer
Gar einen Kniefall war Haider-Maurer sein harterkämpfter Erfolg über den als Nummer 21 gesetzten Spanier Daniel Munoz-De la Nava wert. Nach dem 4:6, 6:4, 6:3 konnte der 23-jährige Niederösterreicher sein Glück kaum fassen. "Das ist definitiv der größte Erfolg meiner Karriere. Es ist immer ein Traum von jedem, dass man mal einen Hauptbewerb von einem Grand Slam spielen kann", sagte er am Samstagabend. "Mich freut es umso mehr, dass es mir auf Hardcourt gelungen ist, weil man oft hört, dass ich eher nur ein Sandplatzspezialist bin." Er selbst habe sich sehr wohl auch auf diesem Untergrund einiges zugetraut.

Dabei ist der Niederösterreicher mit Wohnsitz in Innsbruck, wo er seit sechs Wochen intensiv mit dem Südafrikaner Karel van Wyk zusammenarbeitet, gar nicht so gesund. "Ich habe mich verkühlt, habe Halsweh und kaum geschlafen, aber dann denkt man auch nicht so viel nach."

Fünf ÖTV-Spieler im Einsatz
Jürgen Melzer hat also doch noch "Verstärkung" im 128er-Hauptfeld aus dem eigenen Land erhalten. Insgesamt sind nun fünf ÖTV-Spieler in den Einzelbewerben im Einsatz. Während sich Melzer in der absoluten Weltklasse etabliert hat, will Haider-Maurer nun so schnell wie möglich erstmals die Top 100 knacken. "Ich traue mir schon noch sehr viel zu. Die Top 100 sind mein nächstes Ziel." Den nächsten Schritt in diese Richtung wird er aber wohl erst nach den US Open machen können: Denn mit Robin Söderling muss er gleich gegen die Nummer 5 des Turniers ran. Neben ihm ist auch Melzer schon am ersten Tag gegen den Russen Dmitrj Tursunow im Einsatz.

Für Patricia Mayr, der ebenfalls nur noch ein Sieg für einen Platz in der "Main draw" gefehlt hat, kam am Samstag hingegen das Aus. Die Tirolerin, die in der Qualifikation als Nummer 11 gesetzt war, musste sich der Italienerin Maria Elena Camerin überraschend glatt mit 3:6, 1:6 geschlagen geben.

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