Fr, 15. Dezember 2017

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28.08.2010 10:58

Ulrichsbergtreffen findet in diesem Jahr wieder statt

Das umstrittene Ulrichsbergtreffen in Kärnten findet heuer wieder statt. Nach der Absage im Vorjahr kehrt die traditionsreiche Gedenkveranstaltung wieder zurück. Allerdings nicht mehr zur Gedenkstätte am Berg, denn die Veranstaltung übersiedelt zum Herzogstuhl am Zollfeld.

Im vergangenen Jahr war das Treffen nach einem Wirbel um den früheren Obmann der Ulrichsberggemeinschaft wegen des angeblichen Verkaufs von Nazi-Devotionalien abgesagt worden.

Das Bundesheer hatte seine Unterstützung für das Treffen aufgekündigt, Verteidigungsminister Norbert Darabos begründete dies mit der "ungenügenden Abgrenzung zu NS-Gedankengut". Das Heer wird auch heuer nicht dabei sein, die Ulrichsberggemeinschaft will das Treffen aber trotzdem durchführen.

Erstmals wird das Treffen auf zwei Tage verteilt, am 18. September gibt es eine Kranzniederlegung bei der Gedenkstätte am Ulrichsberg, tags darauf beim Herzogstuhl die Feier, die ursprünglich als Kriegsheimkehrer-Gedenkfeier ins Leben gerufen worden war.

Jahrelange heftige Debatten
Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war im Jahre 1959 eröffnet worden. Jahrelang hatte es Debatten um das Treffen gegeben, da immer wieder Rechtsradikale und Ex-Nazis teilgenommen hatten. In den vergangenen Jahren hatte es aber kaum noch nennenswerte Zwischenfälle gegeben.

Im vergangenen Jahr hatte die FPÖ trotz der Absage der Veranstaltung zum Treffen eingeladen, 150 Teilnehmer kamen, rund 60 Demonstranten protestierten.

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