Di, 12. Dezember 2017

Für mehr Sicherheit

26.08.2010 19:11

"Big Brother" soll Welser Zentrum überwachen

Schon bald könnten Videokameras über den Köpfen der Passanten in der Welser Innenstadt schweben – zumindest, wenn es nach den Freiheitlichen geht, die eine Überwachung gefordert haben. SPÖ-Bürgermeister Peter Koits möchte diesen Plan noch im September in den Sicherheitsbeirat einbringen, sieht "Big Brother" aber eher skeptisch.

"Schon die Gewissheit, dass mittels Videokameras kontrolliert wird, schreckt vor strafbaren Taten ab. Die Bürger hingegen bekommen ein Gefühl der Sicherheit", erklärt FPÖ-Stadtrat Gerhard Kroiß. Er verweist auf das Beispiel Ried im Innkreis, wo der Hauptplatz bereits seit einem Jahr elektronisch überwacht wird.

Kein Verständnis für Überwachungsstaat
"Bis jetzt waren Videokameras bei uns nicht notwendig. Wir besprechen das Thema regelmäßig mit der Polizei und haben in der Vergangenheit die FPÖ-Anfragen im Gemeinderat abgelehnt", sagt Peter Koits. Dennoch wird er den Vorschlag im September in den Sicherheitsbeirat einbringen, wo auch die Polizei vertreten ist. Bevor jedoch Aufzeichnungsgeräte montiert werden, müssen diese von der Datenschutzkommission bewilligt werden.

Koits bleibt vorsichtig: "Die Idee darf keinesfalls den Eindruck einer rein populistischen Aktion machen. Wenn wir uns in irgendeiner Weise dem Überwachungsstaat nähern, habe ich kein Verständnis."

Kronen Zeitung


Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden