Mo, 20. November 2017

3D-Internet-Games

26.08.2010 10:59

Computerspiel für den FC Bayern in Salzburg entwickelt

Er gilt als Pionier der dreidimensionalen Computeranimation. Jetzt landete der Salzburger Spieleprogrammierer Michael Fuchs (54) mit seiner Firma CAMF einen großen Coup: Für den deutschen Fußballklub FC Bayern München entwickelte er acht Sportspiele, die auf der Internetseite des Rekordmeisters zu finden sind. Davor realisierte er schon das "Red Bull Air Race" für das Web.

1989 gründete Michael Fuchs (links im Bild) seine Firma CAMF. Damals, als die Computer und vor allem die digitale 3D-Welt noch in den Kinderschuhen steckten. "Ich war auf Urlaub in Amerika", erzählt der gelernte Bildhauer. "Da lernte ich jemanden von den Disney-Studios kennen, der mir das Elektronik-System für die Zeichentrickfilme zeigte. Das hat mich sofort fasziniert."

Also heuerte Fuchs bei einem regionalen Fernsehstudio an, arbeitete dort als Leiter der Animationsabteilung. "Ich wusste, das ist die Zukunft", erinnert sich der Salzburger. Und als die TV-Station in den Konkurs schlitterte, da kaufte er sämtliche Geräte zusammen und gründete die "Computer Animation Michael Fuchs". Ein Spezialist für 3D-Animationen, Werbung und Special-Effects – einer der ersten im gesamten deutschsprachigen Raum.

Kunden von Sony bis Red Bull
Heute blickt der Programmierer auf eine Liste beeindruckender Kunden zurück: Von Siemens und Sony über diverse Entertainment-Parks bis hin zu Red Bull. Für letztere realisierte er ein Online-Game für die Salzburg-Kicker, ein virtuelles Stadion für den Internet-Ticketverkauf und das Red Bull Air Race, das bisher 45 Millionen Mal gespielt wurde. Fuchs: "Wir produzierten bis heute mehr als 100 3D-Sportspiele."

Seit August gehört auch der FC Bayern München zu den namhaften Abnehmern. Acht innovative Online-Games mit den verschiedenen Sport-Disziplinen des Vereins finden sich nun auf der Internetseite des Rekordmeisters der deutschen Fußball-Bundesliga. Dabei stach die Salzburger 3D-Schmiede mit ihren sechs Mitarbeitern so manch großen Mitbewerber aus, wie etwa EA Sports. "Ein Auftrag, der uns natürlich ehrt", sagt Fuchs. Immerhin surfen 70 Millionen Menschen pro Monat auf die Bayern-Seite.

von Max Grill, Kronen Zeitung
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