Mo, 11. Dezember 2017

"Styrian"-Risiko

25.08.2010 12:59

Petzner-Aussagen von Gutachten widerlegt

Die Millionen-Investition in die "Styrian Spirit" wurde von Jörg Haider mit Hilfe der SPÖ offenbar durchgezogen, obwohl das Risiko bekannt war. Mehrere Gutachten warnten vor der akuten Liquiditätskrise und drohenden Pleite der Fluggesellschaft.

Die der "Krone" vorliegenden Gutachten widerlegen die Behauptungen des Haider-Vertrauten Stefan Petzner, dass die "Styrian" ein Opfer der steirischen Politik geworden sei. Petzner behauptet, dass es vor Beschlussfassung in der Landesregierung positive Aussagen über die Zukunft der "Styrian" gegeben habe.

Die finden sich aber lediglich in eingeschränktem Maße in einer Plausibilitätsanalyse der Kanzlei "Confida" von 2005. Dort werden etwa die realistische Einschätzung der Lage seitens der Geschäftsführung und die leicht über den Planwerten liegenden tatsächlichen Ergebnisse positiv angeführt.

Eine "sehr schwierige Lage"
Der Klagenfurter Wirtschaftsprüfer Hubert Huber hielt dagegen fest, dass die Gesellschaft eine akute Liquiditätskrise habe und frisches Kapital zum Fortbestand brauche. Die Tourismusholding sprach in den Unterlagen für die Regierung ebenfalls von einer "sehr schwierigen Lage", der Fortbestand des Unternehmens sei akut gefährdet.

Petzner erklärt auch, dass es für die Beteiligung an der Fluglinie von Haider keine Weisung an den Geschäftsführer der Tourismusholding, Reinhold Zechner, gegeben hätte. Dem widerspricht Horst Felsner, Leiter der Finanzabteilung der Landesregierung: "Es hat eine Weisung gegeben."

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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