Do, 24. Mai 2018

Notwehrversion

24.08.2010 14:21

Ein höflicher Messerstecher: 18-Jähriger angeklagt

"Ich entschuldige mich herzlich", sagt der 18-Jährige zu seinen Opfern. Einem Klagenfurter soll er bei einer Auseinandersetzung ein Messer in den Bauch gerammt haben.

Erst scheint beim Prozess alles klar. Der junge Koch zeigt sich geständig und sehr höflich. Ja, er habe in einem Zug den Schaffner bedroht, als dieser ihn nach dem Ticket gefragt hat. Und auch in Klagenfurt habe es etwas gegeben: "Ich wollte niemanden anstechen. Aber es ist leider passiert, weil ich selbst Angst hatte."

"Angst wovor?", will man wissen. Der 18-Jährige überlegt und kommt plötzlich mit einer Notwehrversion. "Ich wollte bloß eingreifen, als es vor einem Lokal nach einer Rauferei ausgeschaut hat. Da sind sie auf mich losgegangen." Daher habe er "den Feitel gezogen und blöderweise nicht den Schenkel, sondern den Bauch erwischt". Weil das kein Geständnis mehr ist, wird das Verfahren fortgesetzt.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden