So, 17. Dezember 2017

"Hansi" im Interview

24.08.2010 11:24

Knapp ein Jahr nach Sailers Tod: "Der Toni ist immer da!"

Mehr als 10.000 sind letzte Woche nach Kitzbühel gekommen, um mit Hansi Hinterseer zu feiern. Am Dienstag war es dagegen still in der Gamsstadt. Genau vor einem Jahr verstarb der große Toni Sailer. Im "Krone"-Interview erinnert sich Schlager-Superstar Hinterseer an jenen Mann, der auch sein Leben von Kindheit an stark mitgeprägt hat.

"Krone": Hansi, zu deiner schon traditionellen Wanderung auf dem Hahnenkamm kamen letzten Donnerstag 10.000 Menschen. Und die beiden Open-Air-Konzerte am Freitag und Samstag im Tennisstadion von Kitzbühel waren innerhalb von zwölf Minuten ausverkauft. Wie sind solche Phänomene erklärbar?
Hansi Hinterseer: Keine Ahnung, ganz ehrlich nicht. Aber vielleicht schätzen die Menschen einfach, wenn man authentisch, wenn man ehrlich wirkt. Diese Begeisterung ist das schönste Kompliment, das mir meine Fans machen können. Und ich bin ihnen sehr, sehr dankbar dafür.

"Krone": Nach dem Trubel, dem Wirbel der letzten Tage ist es am Dienstag dagegen in Kitzbühel eher still und besinnlich. Genau vor einem Jahr starb Toni Sailer nach langer, schwerer Krankheit…
Hinterseer: Leider musste er auf so tragische Art und Weise sterben - und davor so viele Leiden ertragen.

"Krone": Oft war damals zu lesen, dass er für dich ein väterlicher Freund war.
Hinterseer: Väterlicher Freund, das ist so ein Ausdruck, den die Medien gerne verwenden. Weil es halt gut klingt. Er war einfach ein sehr guter, enger Freund. Und vor allem war er für viele von uns natürlich ein Vorbild.

"Krone": Trotzdem fehlte Hansi Hinterseer bei seinem Begräbnis. Manche mutmaßten deshalb, dass es zwischen euch einen Streit gegeben haben könnte…
Hinterseer: Was absoluter Blödsinn ist. Ich war zum Zeitpunkt seines Todes gerade mit einem Privatschiff auf einer kleinen Kreuzfahrt unterwegs – da kommst leider nicht so einfach weg. Aber ich habe mich vom Toni natürlich trotzdem verabschiedet. Auf meine Art und Weise. Das zählt ohnehin viel mehr, als nur medienwirksam auf irgendwelchen Bildern zu sehen zu sein.

"Krone": Euer Leben hatte viele Parallelen: Als Skistars wechselte ihr beide erfolgreich in die Unterhaltungsbranche.
Hinterseer: Ich war erst neun, als mich Toni zum Film holte. Er hieß "Kleiner Skikurs". Ich kann mich gut erinnern, wie er mir auf die Schultern klopfte und sagte: "Du machst das schon." Später war er auch mein Trainer im Nationalteam und immer ein wichtiger Wegbegleiter.

"Krone": Trotzdem hast du bei der Wanderung und den beiden Konzerten auf eine Gedenkminute verzichtet?
Hinterseer: Ja, weil Toni sowieso immer da ist. In unseren Gedanken, in unseren Herzen.

Interview: Peter Frauneder

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