So, 17. Dezember 2017

"Krone"-Interview

24.08.2010 09:56

Skandalträchtiger Nackt-Papst als Gästemagnet

Der skandalträchtige Nackt-Papst des deutschen Künstlers Peter Lenk hat in der Oststeiermark - wie berichtet - eine neue Heimat gefunden. Noch bis 5. September ist die Skulptur (gemeinsam mit 25 anderen Lenk-Exponaten) im Kunsthaus Weiz zu besichtigen. Das Publikumsinteresse und die internationale Medienpräsenz sind beachtlich. Somit steht eines jetzt schon fest: Das kleine nackte Männlein ist ein großer Coup der findigen Oststeirer.

Die "Steirerkrone" bat Georg Köhler, der in Weiz seit 20 Jahren die Kulturarbeit macht, zum Interview.

"Krone": Herr Köhler, seit 12. August sind die Skulpturen von Peter Lenk in Ihrem Haus zu sehen. Wie fällt Ihre erste Bilanz aus?
Georg Köhler: Durchaus positiv. Die Ausstellung ist sehr gut besucht, das Interesse groß, negative Reaktionen gab es bis dato so gut wie keine.

"Krone": Bis auf die angemeldete Demonstration einer Partei bei der Vernissage.
Köhler: Sieben streng katholische Menschen, die gebetet haben, standen vier Polizisten gegenüber - das war dann aber auch schon alles.

"Krone:" Das heißt, für das Kunsthaus Weiz war der "Import" der 700 Kilogramm schweren Figur ein Gewinn?
Köhler: Auf alle Fälle! Die Presse ist enorm, nicht nur auf nationaler Ebene. Deutsche Fernsehstationen wie etwa PRO7 waren auch schon da - Weiz ist nun einigen mehr Menschen ein Begriff. Für uns heißt das wiederum, dass wir uns künftig bei anderen Projekten sicherlich leichter tun.

"Krone": Können Sie die Aufregung, die in Konstanz am Bodensee wegen dem Männlein geherrscht hat, nachvollziehen?
Köhler: Nein, denn die Figur ist bereits 1992 entstanden, Lenk hat somit auf den jetzigen Papst gar nicht Bezug nehmen können.

"Krone": Wie geht es mit den publikumswirksamen Exponaten weiter? Ist vielleicht sogar ein Ankauf angedacht?
Köhler: Die Schau endet bei uns am 5. September, das ist fix. Was danach passiert, steht noch in den Sternen. Aber wer weiß, vielleicht  landet das eine oder andere Exponat in einer Privatsammlung - der Nackt-Papst wäre um 20.000 Euro zu haben.

Interview: Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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