So, 19. November 2017

Chaosklub

24.08.2010 07:34

LASK-Präsident sagt ÖFB-Präsident Windtner ab

Einer der mächtigsten Männer des Landes hat dem Null-Punkte-Chaosklub erneut helfen wollen. Aber: LASK-Präsident Peter-Michael Reichel knallte ÖFB-Präsident und Energie-AG-General Leo Windtner die Türe vor der Nase zu.

Reichel hätte eigentlich am Dienstag mit Investor Helmut Oberndorfer ein Treffen mit Windtner gehabt. Am Montag sagte er aber diesen – in Anbetracht der sportlichen Krise – wichtigen Termin ab, bei dem Windtner "eine strategische Weichenstellung" herbeiführen wollte.

Übernahme-Gerüchte
"Wast eh, der Reichel hat am Dienstag ein Geheimtreffen beim Windtner in der Energie AG." Das hatten Insider der "Krone" am Samstag bei der trostlosen 0:2-Pleite der Linzer am Innsbrucker Tivoli gezwitschert und dabei vermutet: "Möglich, dass es um ein Übernahmeangebot geht, denn ansonsten gibt's keinen Grund, warum auch der Oberndorfer dabei sein soll."

Windtner bestätigte zwar auf Anfrage der "Krone" den Termin mit den LASK-Granden – nicht aber die Absicht einer Übernahme: "Nein, Reichels Anteile zu kaufen, wird nur schwer möglich sein!"

Leitbetrieb in Schieflage
Dann sagte der Energie-AG-General, der vor Jahren gemeinsam mit Georg Fürst Starhemberg einen zuletzt immer mehr bröckelnden Zusammenschluss jener Großsponsoren bewerkstelligt hat, ohne den der LASK den Wiederaufstieg wohl niemals geschafft hätte: "Ich hab' auch nicht vor, ein Dauer-Krisenmanagement zu machen, aber es geht mir darum, eine strategische Weichenstellung für die Zukunft des Klubs zu schaffen. Schließlich sollte es uns gelingen, dass der LASK sportlich zumindest so eine Rolle wie Sturm Graz spielen kann!"

Worte, die klar erkennen ließen: Einer der mächtigsten und einflussreichsten Macher des Landes wollte trotz seiner Unzufriedenheit Reichel noch einmal die Hand reichen, dem Chaos-LASK erneut helfen. "Weil es mir weder als ÖFB-Präsident noch als Oberösterreicher egal sein kann, wenn einer der Leitbetriebe des Landes in so einer Schieflage ist", begründete der bald 60-Jährige seine Absichten.

Absichten rätselhaft
Umso überraschender, dass Peter-Michael Reichel den Termin dann ohne Angaben von Gründen plötzlich abgesagt hat. "Ich will das nicht mehr kommentieren", knurrte Windtner hörbar enttäuscht, während immer rätselhafter wird, was der zuletzt immer mehr auf Tauchstation gehende LASK-Präsident eigentlich überhaupt noch vorhat: Ohne Punkte! Ohne Geld! Ohne Perspektiven! Ohne Visionen! Ohne Verbündete wie Leo Windtner! Dem Reichel – bildlich gesprochen – die Türe vor der Nase zugeknallt hat.

von Georg Leblhuber, "OÖ Krone"

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