Mi, 13. Dezember 2017

Gurrende Plage

23.08.2010 12:40

Pilotprojekt soll die Population der Tauben eindämmen

Wien versucht den "Ratten der Lüfte" Herr zu werden. Mit der am Montag erfolgten Eröffnung des ersten Taubenschlags versucht die Stadt die Population der gurrenden Tiere in den Griff zu bekommen. Frisch gelegte Eier werden in dem im Dachboden des Meidlinger Amtshauses untergebrachten Kobels durch Attrappen ersetzt. Nach einem Jahr soll dann feststehen, ob sich die Lösung bewährt hat und auf die ganze Bundeshauptstadt ausgeweitet wird.

In Wien leben zwischen 130.000 und 150.000 der wenig beliebten Vögel. Unliebsame Nebenerscheinungen wie Taubenkot, Lärm- und Geruchsbelästigung sowie Fraßschäden in Grünanlagen oder auf Balkonen sollen durch das "tierschutzgerechte und stadtverträgliche Konzept" vermindert werden, versprach Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger (SP) am Montag zusammen mit SP-Bezirksvorsteherin Gabriele Votava und Tierschutzobmann Hermann Gsandtner.

Der Vorteil des Taubenschlags bestehe darin, dass sich das Federvieh nicht nur nachts, sondern auch den größten Teil des Tages dort aufhalte, hieß es. Dadurch falle der Kot überwiegend im Kobel an. Artgerechtes Futter, frisches Wasser sowie regelmäßige Reinigung und Desinfizierung sollen Parasiten fernhalten. Kurzfristig wird die Einrichtung aber kaum Auswirkungen auf die gurrende Plage haben. Nach internationalen Erfahrungen vergehen bis zu sechs Monate, bis ein Taubenschlag angenommen wird.

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