Mo, 11. Dezember 2017

Posse in OÖ

23.08.2010 09:40

Fleischhauer in privatem Streit mit Innenministerin

Sie fühlt sich von ihm durch Lärm belästigt, er sich von ihr schikaniert: Innenministerin Maria Fekter, privat im oberösterreichischen Attnang-Puchheim zu Hause, liegt mit dem Gmundner Fleischhauer Hermann Gruber im Streit, weil er in einer früheren Metzgerei neben dem Baufirmenareal der Familie Fekter einen Schlachtbetrieb einrichten will.

Weil ihm die Qualität der Schlachthöfe nicht immer passt, will Gruber seit Ende 2009 selbst schlachten und fand im 2008 geschlossenen Traditionsbetrieb Losbichler in Attnang-Puchheim ein geeignetes Firmenareal, das er mit Investitionen in Filteranlage und Lärmschutz im Umfang von 70.000 Euro adaptieren wollte.

Seit April verhandelt er mit der Gewerbebehörde, die Genehmigung sei nur noch Formsache gewesen - glaubte er: Einen Tag vor dem Termin erhielt die BH ein Schreiben, in dem die Innenministerin samt Gatten und Tochter, zwei zur Fekter-Dynastie gehörende Firmen und ein benachbarter Spediteur Einwände wegen "extrem unzumutbarer Lärmbelästigung" erhoben.

Teure Lärmschutzmaßnahmen umsonst
Unverständlich für Gruber, der sich nicht nur zu den teuren Lärmschutzmaßnahmen, sondern auch dazu verpflichtet hat, nur zweimal pro Woche zu schlachten - und das mitten in einem Gewerbegebiet: "Rundherum werken das Bauunternehmen Fekter, ein Montagebetrieb und ein Spediteur."

Über der Firma der Familie Fekter gibt es aber auch eine Dachgeschoßwohnung - und dort ist die Ministerin mit Familie laut Schreiben "wohnhaft und ständig aufhältig".

Kronen Zeitung

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