Fr, 15. Dezember 2017

Jagd auf Pilze

21.08.2010 16:44

Bergwacht mahnt Schwammerlsucher zur Vernunft

Weil heuer viel weniger Pilze wachsen als im Vorjahr, sind die Preise auf den Märkten gestiegen. Das wiederum bewegt viele Schwammerl-Jäger dazu, aus der Rarität Kapital zu schlagen. Davor kann die steirische Berg- und Naturwacht aber nur warnen. Wer zu gierig ist und von einem Forstorgan erwischt wird, zahlt viel Geld.

"Das Kilo Eierschwammerl kostet auf dem Markt bis zu 20 Euro", weiß Heinz Pretterhofer, der Landesleiter der steirischen Berg- und Naturwacht: "Ich habe erst unlängst erfahren, dass etwa im Bezirk Murau, konkret auf der Turrach, Personen erwischt worden sind, die viel zu viele Pilze bei sich hatten und diese später verkaufen wollten."

150-Euro-Strafe möglich
Pretterhofer ersucht die Wanderer, sich an das Limit - zwei Kilo Pilze pro Person und Tag - zu halten: "Wir selber haben nur die rechtliche Befugnis, aufzuklären oder zu warnen. Forstorgane hingegen dürfen die Schwammerl beschlagnahmen und eine Strafe von 150 Euro kassieren. Das ist viel Geld."

Besitzer dürfen Pilzsammeln verbieten
Der Wald steht laut Gesetz jedem offen, doch nur zum Luftschnappen und Wohlfühlen. Jeder Besitzer hat das Recht, das Pilzesammeln zu verbieten. Zu diesem Zweck müssen Schilder aufgestellt und diese der Forstbehörde gemeldet werden. Eine Sperrzone ist derzeit etwa der Rosenkogel bei Stainz, weil dort die Schwammerlsucher die Rehe während ihrer Brunftzeit stören könnten.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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