Mi, 13. Dezember 2017

'Abzock-Nachrichten'

21.08.2010 16:17

Ungebetene SMS kosten Innsbrucker beinahe 30 Euro

Derzeit werden wieder viele Tiroler mit ungebetenen SMS bombardiert. "Unangenehm, aber was soll's", denken sich viele und löschen die Eingänge. Was aber kaum jemand weiß: Schon der Empfang ist kostenpflichtig. Ein Innsbrucker zahlte für neun SMS 30 Euro! Er bekam aber - nach Intervention - das Geld zurück.

"JETZT NEU! Top Handy Pics... Sende 0930600454 und du bekommst die neuesten Angebote... (Eur4.-/pro download/woche)" oder "Ich finde dich total süß, deshalb schreibe ich dir, du weißt bestimmt gar nicht wer hier ist, oder?" das waren zwei der SMS, die der 39-jährige Innsbrucker erhielt. Er verfrachtete die ungebetene elektronische Post in seinen Handy-Papierkorb und vergaß die Geschichte. Auch sieben weitere ähnliche Kurzmitteilungen ignorierte der Tiroler und legte sie mental zu den Akten.

Doch als er nun die jüngste Monatsabrechnung seines T-mobile-Vertrages bekam, waren sie plötzlich wieder präsent. Und mit ihnen der Ärger: "30 Euro wurden mir in Rechnung gestellt, obwohl ich nie derartige SMS bestellt hatte und natürlich auch auf keines geantwortet habe." Denn das wusste der Innsbrucker: Zurückschreiben kann teuer werden.

Was aber wenige wissen: Auch schon der Empfang kostet! Und dagegen kann man sich nur wehren, wenn man kostenpflichtige Mehrwert-SMS auf seinem Handy-Anschluss sperren lässt. Wehren kann man sich auch gegen die Bezahlung dieser ungebetenen Nachrichten. Der Innsbrucker forderte das Geld ein, T-mobile versprach den Betrag auf der nächsten Rechnung gutzuschreiben.

Andreas Oberlechner von der AK Tirol spricht von einem "anhaltend hohen Niveau" von diesen SMS. Täglich würden bei der AK Beschwerden eingehen, "einmal waren es sogar fast 100 Euro, die abgebucht wurden". Er rät Rechnungen genau zu studieren, und auch kleine Beträge einzufordern, am besten schriftlich. Bei Problemen - an die AK Tirol wenden. Oberlechner weiß aber, dass sämtliche Betreiber in der Regel das Geld zurückzahlen.

von Stefan Ruef, Tiroler Krone

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