Di, 12. Dezember 2017

Muskelschwund

21.08.2010 09:39

Astronauten werden im All zu Schwächlingen

Nach sechs Monaten in der Internationalen Raumstation ISS verfügen Astronauten einer Studie zufolge nur noch über die Kraft von 80-Jährigen. Die Schwäche sei allerdings lediglich vorübergehend, erklärte der Biologe Robert Fitts von der Marquette-Universität in Milwaukee, der die Untersuchung leitete. Die Muskelkraft nehme nach ihrer Rückkehr auf die Erde innerhalb einiger Monate wieder zu. Dennoch müsse man den Muskelschwund ernst nehmen.

Im Fall einer Notlandung bei der Rückkehr, wenn die Astronauten sich etwa vor einer brennenden Raumkapsel in Sicherheit bringen müssten, oder falls bei einer Reise zum Mars ein dringender Außenbordeinsatz nötig werde, gebe der Schwund Anlass zur Sorge. Allerdings könnten die Astronauten gegensteuern, etwa mit den richtigen Sportgeräten, oder indem sie mehr essen, betonte Fitts.

Muskelschwund trotz Training
Er stützte seine Erkenntnisse auf Biopsien der Wadenmuskeln von neun Bewohnern der ISS zwischen 2002 und 2005. Der Muskelschwund trat auf, obwohl die Astronauten täglich eine bis zwei Stunden Sport trieben. Die von der NASA finanzierte Studie wurde online in "The Journal of Physiology" veröffentlicht.

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