So, 17. Dezember 2017

"Prävention nötig"

20.08.2010 16:39

Wölfe werden im Land langsam wieder heimisch

Die Wölfe sind zurück in Österreich - und auch im steirischen Wechselgebiet gibt es seit längerer Zeit Spuren der von vielen gefürchteten Tiere. Seit einigen Monaten ist es hier zwar ruhiger, die Zuwanderung wird aber laut Experten nicht aufzuhalten sein. Österreich sei darauf allerdings schlecht vorbereitet.

An die 60 Schafe soll ein Wolfspärchen in der Vergangenheit in der Obersteiermark gerissen haben. "Seit März ist es im Bezirk Hartberg aber ruhig", berichtet Landwirtschaftskammer-Obmann Johann Reisinger. "Den Bauern wurden die Tierschäden fast gänzlich ersetzt, auch eine Versicherung hat das Land mittlerweile abgeschlossen."

Ein kluger Schritt, denn dass keine Wölfe mehr auftauchen, ist unwahrscheinlich. "Derzeit wandern viele dieser Wildtiere in Europa herum, vielleicht sind auch jene vom Wechsel auf Reise", meint WWF-Experte Christoph Walder. "Genaues lässt sich nicht sagen, es gibt ja keine Überwachung." Exakt hier hakt der WWF ein. "Es fehlt sowohl ein nationaler als auch ein länderübergreifender Aktionsplan mit Beobachtung, Prävention und auch Modellen für Entschädigungszahlungen."

"Für Menschen ungefährlich"
Österreich sei hier besonders säumig, kritisiert Walder. "Es ist fünf vor zwölf!" Die Tierschutzorganisation ist vor allem bemüht das schlechte Image der Tiere zu verbessern. Walder: "Es gibt leider noch immer den Mythos vom bösen Wolf, dabei ist er für Menschen ungefährlich." Dass allerdings Tiere am Speiseplan stehen, lässt sich nicht verhindern...

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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