Mo, 11. Dezember 2017

Samstagsspiele

21.08.2010 20:49

Ried schießt Magna mit 5:0 ab und bleibt Spitzenreiter

Die SV Ried hat ihre Führung in der tipp3-Bundesliga auch in der fünften Runde mit einer beeindruckenden Vorstellung erfolgreich verteidigt. Die Oberösterreicher deklassierten am Samstag den SC Magna Wiener Neustadt auswärts mit 5:0 (2:0) und feierten damit schon ihren vierten Saisonsieg. Auf den Spuren der Rieder bliebt Wacker Innsbruck nach einem 2:0-Erfolg über den LASK. Kapfenberg und die Wiener Austria trennten sich 1:1.

Im Mittelpunkt standen beim Sieg der SV Ried in Wiener Neustadt die beiden im Sommer neu verpflichteten Spanier: Guillem mit einem Triplepack (26., 29., 68.) und sein Landsmann Ivan Carril (52.) sorgten für die Vorentscheidung, Thomas Schrammel für den Schlusspunkt (73.).

Für die Niederösterreicher war es das zweite Negativerlebnis hintereinander nach dem blamablen Aus in der 1. ÖFB-Cup-Runde vor einer Woche gegen den Regionalligisten Dornbirn. Pavel Kostal hatte bereits in der 25. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen, Rieds Jan Marc Riegler war in der 43. Minute mit Gelb-Rot ausgeschlossen worden.

In der Anfangsphase sahen die 2.500 Zuschauer eine offene Partie, in der aber bereits die Gäste gefährlicher waren. Wiener-Neustadt-Goalie Fornezzi konnte sich bei einem Brenner-Schuss mit einer Glanzparade auszeichnen, der Nachschuss von Royer wurde in den Corner abgeblockt (5.). Der Knackpunkt für die Hausherren folgte dann in Minute 25.

Frühes Rot für Kostal
Kostal konnte Guillem als letzter Mann im Strafraum nur mit einem Foul am Torschuss hindern und sah zu Recht die Rote Karte. Den verhängten Foulelfmeter verwertete Guillem souverän zum 1:0 (26.). Dem noch nicht genug, legte der 24-jährige Angreifer keine vier Minuten später nach einem Ideal-Pass von Hadzic über die Abwehr hinweg mit einem Schuss und via Innenstange einen weiteren Treffer nach (29.).

Kurz vor der Pause war die numerische Überlegenheit der Gäste dann dahin, Riegler bekam nach einem unnötigen Foul die Ampelkarte präsentiert (43.). Die Truppe von Peter Schöttel kam daraufhin auch etwas besser aus der Kabine und war zweimal dem Anschlusstreffer nahe. Ein Aigner-Kopfball ging aber zu zentral auf Gebauer (50.), zudem traf Ramsebner mit einem Kopball-Aufsetzer nur die Latte (51.).

Rieder an Effizienz nicht zu übertreffen
Und die vergebenen Möglichkeiten rächten sich prompt. Einen Schrammel-Schuss konnte Fornezzi nur wegfausten, gegen Carrils zweiten Abstauber-Versuch war der Ex-Austrianer dann machtlos (53.). Während Aigner per Kopf in der Folge neuerlich in Gebauer seinen Meister fand (63.), waren die Rieder an Effizienz nicht zu übertreffen. Carril setzte sich im Strafraum gegen Ramsebner durch, und dessen Querpass musste Guillem nur mehr über die Linie schieben (68.).

Der Spanier, der noch zwei weitere Großchancen vorgefunden hatte (46., 66., jeweils drüber), machte damit seinen Triplepack perfekt. Nach den "spanischen Festspielen" durfte den Schlusspunkt ein Österreicher setzen. Schrammel ließ gegen inferiore Niederösterreicher Madl aussteigen und zog unhaltbar für Fornezzi ab (73.). Während es für die Rieder der vierte Sieg in Folge war, kassierte die Schöttel-Truppe die zweite Meisterschafts-Niederlage hintereinander.

Wacker Innsbruck - Linz 2:0 
Aufsteiger Wacker Innsbruck bleibt in der Bundesliga auf Erfolgskurs und auf Platz zwei. Die Tiroler feierten in der fünften Runde den dritten Saisonsieg im vierten Spiel, setzten sich im heimischen Tivoli-Stadion gegen den LASK verdient mit 2:0 (0:0) durch. Die Linzer hingegen kassierten ihre fünfte Niederlage und blieben schon im vierten Spiel ohne Tor. Die entscheidenden Treffer gelangen der slowenischen Neuverpflichtung Miran Burgic (56.) und Boris Prokopic (90.).

Innsbruck, das in der selben Formation wie beim 2:0-Sieg in Mattersburg am 7. August antrat, erarbeitete sich in der ersten Hälfte gegen einen schwachen Gegner klare Vorteile, wurde aber nur selten gefährlich. Florian Hart rettete in der 16. Minute knapp vor Boris Prokopic, Defensivmann Inaki Bea zwang nach fast einer halben Stunde Linz-Goalie Thomas Mandl per Kopf zu einer Glanzparade (29.).

Linzer sichtbar verunsichert
Den Oberösterreichern war die Verunsicherung deutlich anzusehen, die zögernden, konzeptlosen Offensivbemühungen kamen stets schon im Mittelfeld zum Erliegen. Noch vor dem Seitenwechsel musste zudem Thomas Krammer dem angeschlagenen Roland Schellander Platz machen. Bezeichnend, dass die beste Chance für die Elf von Helmut Kraft ein dem Tor gefährlich nahe angetragener Kopfball von Bea war (42.).

Auch in den ersten Minuten nach Wiederbeginn plätscherte das Spiel vorerst recht ereignislos dahin, Innsbruck erhöhte erst nach und nach den Druck. In der 56. Minute dann die Erlösung: Eine Flanke des stark spielenden Prokopic beförderte Miran Burgic per Kopf zu seinem ersten Saisontor in Mandels Kasten, der Schlussmann der Linzer wirkte dabei auch etwas zu zögerlich.

Zickler-Premiere in der 61. Minute
Vor allem das Tiroler Spiel gewann mit der verdienten Führung für die Hausherren weiter an Fahrt, die Linzer "Athletiker" setzten schließlich auf eine weitere Offensiv-Kraft: In der 61. Minute kam Ex-Salzburger Alexander Zickler zu seiner Premiere im LASK-Trikot, der zuletzt nach seiner Leistenoperation rekonvaleszente Stürmer absolvierte sein erstes Bundesligaspiel seit 9. Mai. 13 Minuten vor dem Ende betrat mit Lukas Kragl sogar noch ein vierter Angreifer den Rasen.

Für Gefahr sorgte aber auch der deutsche Routinier nicht, die einzige echte Chance für die Gäste in den zweiten 45 Minuten fand der ansonsten abgemeldete Christian Mayrleb vor, der nach einem Konter in der 70. Minute Grünwald prüfte. Die Elf von Walter Kogler hatte hingegen mehrere Chancen, den Score zu erhöhen. Öbster (58., 77., 88.) und Prokopic (77.) blieb ein Treffer aber vorerst verwehrt. Im Finish setzte Prokopic dann aber doch nach: Beim Freistoß ins lange Eck sah Mandl neuerlich etwas unglücklich aus (89.).

Kapfenberg - Austria 1:1 

Fünf Tage vor dem wichtigen Europaliga-Rückspiel gegen Aris Saloniki hat Austria Wien bei Kapfenberg nur ein 1:1 erreicht. Und selbst das nur mit viel Glück. Nachdem KSV-Jungstar Deni Alar die Obersteirer schon in der 4. Minute in Führung gebracht hatte, sorgte die praktisch einzig nennenswerte Aktion der Gäste in der 19. Minute für den Ausgleich, nachdem Roland Linz aus abseitsverdächtiger Position das 1:1 erzielt hatte.

Die ohne die verletzten Junuzovic und Ortlechner angetretene Austria, selbst vom gegnerischen Cheftrainer Werner Gregoritsch als derzeit technisch beste Mannschaft in Österreich bezeichnet, tat sich in Kapfenberg einmal mehr sehr schwer und enttäuschte über weite Strecken. Zudem wurde der Titelfavorit aus Wien vom Offensivgeist der Gastgeber überrascht.

Junger Alar nutzt Austria-Fehler zur Führung
Denn schon in der 4. Minute sorgte eine "Kooperation" zweier Youngsters für die KSV-Führung. Austrias Jung-Tormann Heinz Lindner kam nach einem Rückpass zu spät, der ebenfalls erst 20-jährige Kapfenberg-Stürmer Deni Alar nutzte den schrecklichen Fehler sofort. Nach einem Dreher landete sein weiter Heber an der langen Stange, sprang von dort Marggreitter an den Körper und schließlich zum 1:0 ins Tor.

Der Treffer wurde aber Alar zuerkannt. Es war der bereits dritte Saisontreffer für den gebürtigen Kroaten, an dem neben der Austria auch Rapid "dran" sein soll. KSV-Präsident Erwin Fuchs stufte den künftigen Marktwert des begehrten, aber längerfristig gebundenen U21-Stürmers sofort auf eine Million Euro.

1:1 fiel aus dem Nichts
Kapfenberg blieb in einem zunächst munteren Spiel mit viel Bewegung die tonangebende Mannschaft, das 1:1 in der 19. Minute fiel daher eher aus dem "Nichts". Über Hlinka und Jun kam der Ball zu Roland Linz, der keine besondere Mühe hatte.

Den kurzen Hänger überwand Kapfenberg aber schnell, denn schon in der 24. Minute landete ein "Kracher" des HSV-Türken Kocin am linken Außennetz. In der 29. lenkte Austria-Goalie Lindner einen Felfernig-Schuss in den Corner ab. Und während die Austria immer fehlerhafter wurde - auch Lindner fabrizierte nach einem weiteren Rückpass eine Kerze - wäre in der 44. Minute fast das 2:1 für die Obersteirer gefallen. Aber Lindner machte viel gut und wehrte einen 20-Meter-Schuss von Felfernig ebenso ab wie den Nachschuss von Alar.

Schwache Veilchen koder Pause sowohl Stankovic für Vorisek als auch Schumacher für Jun. Das schlug sich zwar in deutlich mehr Ballbesitz nieder, wirkliche Akzente konnten die schwachen Veilchen aus Wien aber deshalb nicht zu setzen.

Als Kapfenbergs Tromsö-Leihgabe Taboga nach einem Ellbogenstoß von Linz mit einer blutenden Kopfwunde nicht am Platz war, hämmerte Hlinka, einer der besseren Austrianer an diesem Abend, nach einem Freistoß den Abpraller aufs Tor. Raphael Wolf hielt aber souverän. Auf der Gegenseite streifte ein Weitschuss von Kocin die Latte, damit war das Remis ein gerechter Endstand.

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