Di, 12. Dezember 2017

Dafür gab's Gelb

19.08.2010 13:10

Hapoels Shechter dankte Gott für das Tor gegen Salzburg

Religiöser Torjubel bei Hapoel Tel Aviv gegen Red Bull Salzburg. Nachdem Hapoel-Stürmer Itay Shechter zum 3:1 getroffen hat, zieht er eine rote Kippa, die traditionelle Kopfbedeckung der jüdischen Männer beim Gebet, hervor und kniet sich hin zum Gebet. Doch das ging dem Schiedrichter dann doch zu weit. Shechter sah für diese Aktion die Gelbe Karte.

Vielleicht hätten die Bullen auch die Hilfe des Herrn erflehen sollen. Das Spiel der Champions-League-Qualifikation ging ja bekanntlich 3:2 für Hapoel aus. Das spontane Dankesgebet des israelischen Stürmers Shechter sorgte allerdings für einige Aufregung.

Wegen Unsportlichkeit sah er Gelb
Nach dem Treffer zum 3:1 kniete sich Shechter auf dem Rasen hin und betete, nachdem er sich vorher eine rote Kippa aufgesetzt hatte. Auf den Tribünen sorgte das für einigen Wirbel. Auch der Unparteiische wollte keine religiösen Äußerungen am Platz. Wegen Unsportlichkeit sah Shechter deshalb die Gelbe Karte.

Hapoel-Trainer Eli Guttman versteht die ganze Aufregung nicht. "Ich habe kein Problem damit, dass er das macht", erklärt er. "Wenn sich ein christlicher Spieler nach einem Tor bekreuzigt, ist das für mich auch in Ordnung." Für Guttman ist der Jubel eine natürliche Reaktion. "Der Spieler Shechter hat seit drei Monaten kein Tor mehr geschossen. Er hat nur Gott dafür gedankt, dass er ihm dabei geholfen hat", betonte der Hapoel-Coach.

Salzburg deutlich unterlegen
Die offensiv sehr starken Israelis waren für Red Bull Salzburg nicht zu knacken, das Spiel am Mittwoch verlor die Mannschaft aus Salzburg daheim 2:3. Für das Rückspiel am kommenden Dienstag müssen die Bullen sich gewaltig steigern und vielleicht doch um etwas göttliche Hilfe bitten (siehe Infobox).

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