Do, 14. Dezember 2017

Appell an Dörfler

19.08.2010 11:49

Atom-Probealarm von Greenpeace in Klagenfurt

Rund zwanzig Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstagvormittag am Neuen Platz in Klagenfurter einen Atom-Probealarm inszeniert. Damit appellieren sie an Landeshauptmann Gerhard Döfler (FPK), "endlich aktiv gegen die in Norditalien geplanten Atomkraftwerke vorzugehen", so Niklas Schinerl von dem Umweltschutzorganisation. Italien hat den Bau von vier Atom-Reaktoren geplant, eines davon bei Chioggia in nur 160 Kilometer Entfernung von Österreich.

Mit Strahlenschutzanzügen, Geigerzählern und Sirenen wollten die Aktivisten den Passanten zeigen, was im Fall eines Atom-Unfalles passiert. Anschließend gaben die Umweltschützer im Büro Dörflers eine Petition mit ihren Forderungen ab. "Dieser andauernde atompolitische Dornröschenschlaf muss jetzt endlich enden," erklärte Schinerl.

In der Petition fordert Greenpeace unter anderem einen Regierungsbeschluss, dass Kärnten gegen den Bau von Atomkraftwerken ankämpfen soll. "Außerdem soll Dörfler eine Protestnote bei seinem italienischen Amtskollegen Luca Zaia, Gouverneur von Venetien, einlegen", sagte Schinerl. Da sich Kärnten als Dreh- und Angelpunkt der Alpen-Adria-Region sehe, solle das Land Initiativen setzen, damit diese Region atomfrei bleibt.

"Bis jetzt gibt es nur Lippenbekenntnisse, und Dörfler legt die Hände in den Schoß", so Schinerl. Auch Gesundheitslandesrat Peter Kaiser (SPÖ) war bei der Aktion anwesend und sicherte laut Schinerl Unterstützung zu.

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