Fr, 15. Dezember 2017

Wirbel in Slowenien

19.08.2010 08:00

Gefängnisinsassin darf ihr Baby nicht stillen

Für Aufregung sorgt in Slowenien der Fall einer Gefängnisinsassin, die ihr drei Monate altes Baby nicht stillen darf. Die junge Mutter habe deswegen bereits einen Selbstmordversuch unternommen, berichtete Volksanwältin Zdenka Cebasek Travnik am Mittwoch. Sie sprach von einem "unzulässigen Fall einer Trennung von Mutter und Kind". Die Frau sitzt im Gefängnis Ig bei Ljubljana (Laibach) ein.

Laut der Volksanwältin hatte das Gericht Kenntnis vom Umstand, dass die Frau eine stillende Mutter sei. Trotzdem sei ihr keine Möglichkeit eröffnet worden, ihren Sohn während der Haft zu stillen, was sie "in große Not" gebracht habe. In dem vorliegenden Fall seien sowohl die Rechte der Frau als auch jene des Kindes verletzt worden, forderte Cebasek Travnik die Justizbehörden zu einer umgehenden Lösung des Problems auf.

Justizminister greift ein
Der Fall rief auch Justizminister Ales Zalar auf den Plan. Er berichtete im slowenischen Fernsehen, dass die Vorsitzende des Kreisgerichts Ljubljana auf sein Ersuchen einen Lokalaugenschein im Gefängnis vornehme. Sollte die Insassin dabei den Wunsch äußern, "ihr Kind bei sich zu haben", werde die Gerichtspräsidentin den zuständigen Richter davon in Kenntnis setzen. Zalar äußerte die Erwartung, dass der Richter schon am Donnerstag eine entsprechende Erlaubnis erteilen werde.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden