Mi, 13. Dezember 2017

Aus für Mephedron

18.08.2010 22:45

Drogenshop am Grazer Bahnhof endlich geschlossen

Die zuständige Bundesbehörde in Wien hat endlich den Grazer Shop, in dem die gefährliche Partydroge Mephedron verkauft wurde, geschlossen. Auch die Homepage des zwielichtigen Geschäftemachers gibt es nicht mehr, und die "Ware", die als "Pflanzendünger" angeboten worden war, wurde beschlagnahmt. Politiker aller Fraktionen hatten sich für die Sache eingesetzt.

Die Empörung über den Mephedron-Shop in der Nähe des Hauptbahnhofs war - wie berichtet - enorm. Grazer und Kommunal-Politiker aller Farben forderten den Bund auf, endlich zu handeln. Der "Dünger" wurde vor aller Augen auch an Jugendliche verkauft - teils sogar an kaum 16-Jährige. Damit ist jetzt Schluss.

Keine Dünger-Lizenz
Das Bundesamt für Ernährungssicherheit schickte Mitarbeiter vor Ort, die das Geschäft schlossen und das Mephedron-Lager beschlagnahmten. Dies war nur möglich, weil Mephedron zwar als Dünger verkauft wird, aber doch kein Dünger ist. Es fehlte somit die Zulassung in Österreich. Mephedron soll nun auf die Liste der verbotenen Suchtmittel kommen - damit bestünde künftig für die Exekutive die Möglichkeit einzugreifen.

Anzeige bei der Staatsanwaltschaft
Ende gut, alles gut - dennoch hat es lange gedauert, bis der Bund reagierte. Die Grazer Politik sei hier gelobt, denn sie hat sich sehr engagiert, wie etwa Kurt Hohensinner, Chef der ÖVP-Jugend, oder SPÖ-Gesundheitsstadtrat Karl-Heinz Herper. ÖVP-Landtagsabgeordneter Eduard Hamedl will nun auch gerichtlich vorgehen: "Mephedron macht rasch süchtig, wird durch die Nase gezogen, gespritzt oder geraucht. Ich plane eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung gegen den Shop-Betreiber."

von Gerald Richter, "Steirerkrone"
Symbolbild

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