Di, 12. Dezember 2017

Größter Schutzbau

18.08.2010 22:29

26 m hoher Damm soll Höttinger Bach endlich zähmen

Wenn er gebaut wird, dann wird er der größte Hochwasser-Schutzdamm Tirols sein. Die Rede ist von einem 26 Meter hohen Erddamm, der den gefährlichen Höttinger Bach in Innsbruck zähmen soll. Die Vorarbeiten für dieses Megaprojekt sind angelaufen. Nun sind die Geologen der Wildbach- und Lawinenverbauung am Zug.

Ein großer Bohrturm steht seit Mittwoch im Höttinger Graben. Direkt am Bach arbeiten sich die Techniker in das Erdinnere vor. "Bis zu 35 Meter bohren wir hinein, um Daten über die Dichte des Untergrunds und Proben zu bekommen", erklärt Hans Angerer, Chefgeologe der Wildbach- und Lawinenverbauung. Gemeinsam mit Gebietsbauleiter Manfred Pittracher und Projektleiter Florian Riedl stellte Angerer das Megaprojekt vor.

Baubeginn frühestens 2013
Bis es realisiert ist, wird es noch Jahre dauern. "Baubeginn kann frühestens 2013 sein. Davor müssen alle technischen Voraussetzungen geprüft werden, die Finanzierung gesichert und die Behördenverfahren abgeschlossen sein", gibt Pittracher einen Zeitplan vor. Dass der Höttinger Bach endlich entschärft gehört, das ist seit Jahrzehnten Thema in der Stadt. Das Hochwasser 2005 hat zuletzt gezeigt, welche zerstörerische Kraft dieses sonst so friedliche Bächlein entwickeln kann.

Damm als einzige Lösung
"Die alten Verbauungen lassen dem Bach bei Hochwasser keinen Platz", bringt es Riedl auf den Punkt. Das Aufweiten des Gerinnes ist wegen der dichten Verbauung in Hötting unmöglich. Also bleibt, so die Wildbachspezialisten, nur ein Damm als Lösung. Dieser könne bei Hochwasser 55.000 Kubikmeter Wasser zurückhalten und dafür sorgen, dass die Siedlungen rund um die Höttinger Gasse endlich aus der roten bzw. gelben Zone kommen.

von Claudia Thurner, Tiroler Krone

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