Sa, 16. Dezember 2017

Großbrand bei Graz

20.08.2010 15:03

Junges Quartett entfachte Feuer in Postzentrum

Nach dem Großbrand im Post-Verteilerzentrum in Laßnitzhöhe (Bezirk Graz-Umgebung) am Dienstagabend sind nun vier Jugendliche als Verursacher ausgeforscht worden. Im Beisein ihrer Eltern legten sie bei der Polizei ein Geständnis ab. Das Gebäude wurde durch das Feuer zerstört, Tausende Werbesendungen wurden ein Raub der Flammen - der entstandene Schaden beläuft sich auf 200.000 Euro.

Die Jugendlichen im Alter von 14 und 15 Jahren sind ein warnendes Beispiel, wie rasch man mit dem Gesetz in Konflikt kommen kann. Laut eigenen Angaben waren sie Dienstagnacht in Laßnitzhöhe unterwegs, als es plötzlich zu schütten begann. Auf der Hinterseite des Post-Verteilerzentrums suchten sie daher unter dem Vordach Zuflucht. Der Regen wollte nicht aufhören, und dabei kam ihnen aus purer Langeweile eine Schnapsidee.

Flammen unzureichend gelöscht
Mithilfe von Streichhölzern sollen die Burschen den Inhalt eines Papiercontainers angezündet haben. Doch schon bald geriet das Feuer außer Kontrolle. "In ihrer Panik schoben sie den Mistkübel hinaus in den Regen", schildert Alexander Schantl vom Landeskriminalamt, "zudem haben sie nasses Gras hineingestopft und schließlich den Deckel in der Einbildung zugemacht, der Brand würde nun von selber ersticken." Dann schob das Quartett den Container zur Wand zurück und ging heim.

Fahrlässige Brandstiftung: Burschen angezeigt
Doch in der Zwischenzeit brach das Feuer erneut aus. Der Kübel schmolz, durch die Strahlungswärme geriet erst das Styropor unter dem Verputz und schließlich das Dach des Gebäudes in Brand. Den sah eine Passantin und verständigte gegen 21 Uhr die Einsatzkräfte. Vier Feuerwehren standen mit 72 Mann (davon 21 unter schwerem Atemschutz) im Einsatz und hatten unter anderem alle Mühe, den Tankraum abzusichern, in dem 2.000 Liter Heizöl gelagert wurden. Die vier Steirer wurden wegen fahrlässiger Brandstiftung angezeigt.

von Manfred Niederl, "Steirerkrone"

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