So, 19. November 2017

Polit-Spitzen zu Gast

18.08.2010 11:47

ÖVP-Festakt zum 100. Geburtstag von Josef Klaus

Mit einem Festakt hat am Dienstagabend die ÖVP in Salzburg den früheren Salzburger Landeshauptmann und Bundeskanzler Josef Klaus gewürdigt, der am vergangenen Sonntag 100 Jahre alt geworden wäre. Unter Anwesenheit von viel Prominenz wurde an die Leistungen des Chefs der bisher einzigen ÖVP-Alleinregierung (1966-70) in der Zweiten Republik erinnert, etwa das Rundfunkgesetz mit der ORF-Reform oder das Südtirol-Paket.

Wolfgang Schüssel (links im Bild), der im Jahr 2000 das Kanzleramt nach dreißig Jahren für die ÖVP zurückerobern konnte und sieben Jahre im Amt blieb, wies auf die vielen Visionen von Josef Klaus hin: So habe sich dieser bereits in den 1960er-Jahren für einen Beitritt zur EWG, der Vorgängerin der EU, engagiert. Die Errichtung eines slowenischen Gymnasiums in Kärnten sei genauso ein Verdienst Klaus' gewesen wie die Pläne für das AKH in Wien. Und sogar einen Teilchenbeschleuniger habe er im Waldviertel errichten wollen.

"Republik nicht nur Wien und Niederösterreich"
Die Tatsache, dass Josef Klaus (im Bild sein Sohn Michael Klaus) 1964 auf Betreiben der westlichen Bundesländer Kanzler wurde (ÖVP-Chef wurde er bereits 1963), nahm Salzburgs Parteichef LHStv. Wilfried Haslauer (im Bild Zweiter von rechts) zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass auch heute "die Republik nicht nur aus Wien und Niederösterreich besteht".

Wichtige Bedeutung für die Festspiele
Der heutige ÖVP-Obmann, Vizekanzler Finanzminister Josef Pröll (rechts im Bild), würdigte die Leistungen des 2001 verstorbenen Politikers ebenso wie der langjährige ORF-Generalintendant Gerd Bacher, der ihn den "bedeutendsten Grundsatz- und Reformpolitiker der ÖVP" nannte. Und Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler, die darauf hinwies, dass sich die Festspiele ohne den Bau des Großen Festspielhauses (den Klaus als Landeshauptmann gegen massiven Widerstand durchgesetzt hatte) anders entwickelt hätten und nicht mehr das tonangebende Festival wären.
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