Do, 14. Dezember 2017

Morde in Mexiko

18.08.2010 08:20

Drogenbande setzt "hübsche Frauen" als Killer ein

Um Gegner auf eine falsche Fährte zu locken, setzt eine mexikanische Drogengang auf die Reize "junger und hübscher Frauen". Rogelio Amaya Martinez (3. von links mit Kollegen nach der Festnahme) von der Bande La Linea, die zum berüchtigten Juarez-Kartell gehört, sagte am Dienstag in einem Fernsehinterview, seine Organisation beschäftige in diesem Zusammenhang etwa 30 Frauen, die als Killer fungieren.

Die Damen "von angenehmer Erscheinung" im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sollen demzufolge "das Misstrauen des Feindes zerstreuen". Die Frauen arbeiteten "wie die Männer", benutzten dieselben Fahrzeuge und dieselben Waffen, führte der 27-jährige Martinez aus. Die meisten von ihnen seien bereits wiederholt für Mordaufträge eingesetzt worden.

Gefährliche Stadt an US-Grenze
Im Drogenkrieg in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez, in der das gleichnamige Drogenkartell besonders aktiv ist, kamen allein zwischen Montagabend und Dienstagmittag rund ein Dutzend Menschen ums Leben, wie der zuständige Staatsanwalt mitteilte. Die Grenzstadt gilt als eine der Drehscheiben im Drogenhandel, wo allein in den letzten Jahren über 1.400 Menschen ermordet wurden.

28.000 Tote in knapp vier Jahren
Seit Ende 2006 hat der blutige Krieg der rivalisierenden Drogenkartelle in Mexiko offiziellen Angaben zufolge bereits mehr als 28.000 Menschen das Leben gekostet. Mexikos Präsident Felipe Calderon hat 50.000 Soldaten zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in den Einsatz geschickt.

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