Mo, 18. Dezember 2017

Spezialmaschinen

17.08.2010 17:03

Russland: Kärntner hilft im Flammen-Inferno

Kein Tag ohne neue Schreckensnachricht von der Brandkatastrophe in Russland! Während in einigen Teilen des Riesenreiches die Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnten, steigt die Sorge rund um mangelhaft gesicherte Chemiewaffen. Eine österreichische Pilotencrew hilft vor Ort. Mit an Bord: ein Kärntner.

Der große österreichische Flugzeughersteller "Diamond Aircraft" aus Wiener Neustadt (NÖ) hat zwei seiner Spezialmaschinen und eine vierköpfige Crew ins Krisengebiet geschickt. Von Kiew aus soll das Übergreifen der Katastrophe in die Ukraine verhindert werden.

"In einer unserer Maschinen, einer 'DA42 Guardian', befinden sich Sensoren, mit denen die Schadstoffkonzentration in der Luft gemessen werden kann. Dieses Flugzeug war heuer im April schon bei den verschiedenen Messungen der Vulkanasche in der Luft. Die zweite Maschine ist mit einer speziellen Wärmebildkamera ausgestattet, sie liefert Infrarot-Luftbilder von Glutnestern und Brandherden", erklärt die Firmensprecherin Anita Kohlweg – wie viele ihrer Kolleginnen und Kollegen im Werk Wiener Neustadt kommt sie aus Kärnten.

Schnell und wirkungsvoll
Aus Kärnten stammt auch das Crew-Mitglied Wolfgang Traussnig. Er ist für die Auswertung und Übermittlung der Daten an die Einsatzkräfte verantwortlich. So können die Brände durch Unterstützung aus der Luft schneller und wirkungsvoller bekämpft werden.

Die Firma "Diamond Aircraft" ist übrigens 1981 als "Flugzeugbau Wolf Hoffmann" in Friesach gegründet worden. Produziert wurde damals der Motorsegler "Dimona". 1987 erfolgte die Übersiedlung nach Wiener Neustadt, da es in Kärnten keine Förderungen gab. Heute beschäftigt das Unternehmen, das mehr als 3.500 Flugzeuge gebaut hat, weltweit 1.200 Mitarbeiter, 580 allein in Wiener Neustadt.

von Martin Radinger, "Kärntner Krone"

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