So, 17. Dezember 2017

Illegale Weitergabe

17.08.2010 10:46

Nun bereiten Poller-Schwindler der Polizei Probleme

An die zahlreichen Unfälle mit den Pollern in der Stadt Salzburg hat man sich beinahe schon gewöhnt, jetzt steigt dafür der Missbrauch mit den Fernbedienungen und Sicherheitscodes für die versenkbaren Sperren an. Der "Schwarzmarkt" floriert bereits. Die Polizei kündigt scharfe Kontrollen an, die ersten Entzugsverfahren laufen.

Das war ja zu erwarten: Kaum sind die Unfälle mit den Pollern in der Salzburger Altstadt etwas zurückgegangen, gibt es ein neues Ärgernis: Die illegale Weitergabe von Fernbedienungen und Ausfahrtscodes erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

20 Fälle wurden bereits aufgedeckt. "Unsere Beamten haben die Autokennzeichen mit den Ausnahmebewilligungen verglichen. So flog der Schwindel auf", erklärt Franz Zauner von der Polizeidirektion. Die Poller-Schwindler mussten daraufhin 200 statt der üblichen 100 Euro Strafe zahlen. Und auch denen, die Fernbedienungen oder sechsstellige Codes weitergegeben haben, geht es jetzt an den Kragen.

Zwei "haarsträubende Fälle"
"In zwei besonders haarsträubenden Fällen werden wir die Zugangscodes sperren", kündigt Stadtrat Johann Padutsch an. Zum einen geht es um einen Limousinenservice. "Mit nur einer Fernbedienung wurden zwölf Fahrzeuge in die Altstadt geschleust", weiß Padutsch und fügt gleich hinzu: "Es handelt sich aber nicht um ein Salzburger Unternehmen."

Im zweiten Fall hat eine Firma, die für den Auf- und Abbau einer Veranstaltung einen Einfahr-Code erhalten hatte, diesen gleich mehrfach weitergegeben. Die meisten der Poller-Schwindler sind Private. Aber auch Taxifahrer, die mit ihrer Fernbedienung "Schwarzfahrer" oder auch Touristen ungestraft aus der Altstadt herauslassen. Daher wird über eine zusätzliche Absicherung nachgedacht. Padutsch: "Dann wäre das Signal nach der Einfahrt in die Fuzo für die nächsten zehn Minuten gesperrt. Damit könnten wir vermutlich die meisten Fälle von illegaler Weitergabe eindämmen."

von Gernot Huemer und Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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