Mo, 20. November 2017

Getarnter Suchhund?

17.08.2010 10:05

Ausgesetzte Hasen sorgen für Probleme am Walserberg

Unbekannte haben bei der Autobahnraststätte "Servus Europa" am Walserberg mehrere Hasen ausgesetzt. Die Tiere vermehrten sich rasch und fraßen den dortigen Spielplatz kahl. Ein Süchtiger hielt einen der Hasen gar für einen Drogenspürhund.

"Die Leute setzen bei uns ständig Tiere aus. Im Sommer in der Reisezeit ist es besonders schlimm", erzählt "Servus-Europa"-Chef Josef Schilcher. Kürzlich hinterließen Unbekannte mehrere Kaninchen auf den Grünflächen rund um die Raststätte. Die Tiere richteten sich direkt unter dem Restaurant häuslich ein und vermehrten sich rasch. Am Ende hoppelten 24 Hasen herum, die ständig den erst kürzlich errichteten Kinderspielplatz abgrasten.

Hase mit Drogenspürhund verwechselt
Bei der Kontrolle eines Autolenkers am Lkw-Parkplatz auf deutscher Seite sorgte einer der Hasen zusätzlich für Verwirrung: Als er vorbeihoppelte, dachte der Mann, es handle sich um einen Drogenspürhund. Die Polizisten klärten ihn auf und es stellte sich heraus, dass der Fahrer zuvor mehrere Joints geraucht hatte. Auch ohne Spürhund fanden die Ermittler mehrere Haschzigaretten im Pkw des Mannes.

Ein Fall für die Tierrettung
Um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden, rief Schilcher schließlich die Tierrettung zu Hilfe. "Die waren nicht leicht einzufangen. Vier Mitarbeiter legten sich vier Tage lang auf die Lauer. Wir lockten die Hasen mit Futter an", berichtet Salzburgs oberster Tierretter Manfred Ehgartner (Bild). Neun Junge lagen sogar noch mit geschlossenen Augen in ihrem Nest. Alle Kaninchen konnten mittlerweile aber an gute Plätze vermittelt werden.

Für die Tierrettung war es nicht der erste Einsatz bei der Raststätte: Zuvor hatten Ehgartner und seine Helfer eine Katze, die sich in einen Motorraum verirrt hatte, befreit. Und auch Hühner legten schon rund um das Restaurant ihre Eier ab. "Das war der kurioseste Fall. Da setzte uns jemand einen Hahn und drei Hennen vor die Tür", so Josef Schilcher.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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