Mo, 18. Dezember 2017

Wie in "Eat Pray Love"

16.08.2010 15:52

Ohne Pass: So isst, betest und liebst du Glück in den Alltag

Eat, pray, love – essen, beten, lieben. Auf diese simple Formel hat Autorin Elizabeth Gilbert in ihrem Bestseller, der mit Julia Roberts verfilmt worden ist, den Weg einer Frau zum Glück reduziert. Auch wenn es den wenigsten von uns – mangels Buchvertrag und Vorausgage - möglich ist, ihre insgesamt einjährige Reise nach Italien, Indien und Indonesien nachzumachen, um der inneren Traurigkeit und Unruhe zu entfliehen, so können wir ihre Erkenntnisse doch leicht in den Alltag einbauen, um ein wenig glücklicher zu werden. Wir verraten dir, wie du das, auch ohne Reisepass, schaffst.

Für alle, die das Buch noch nicht gelesen und den Film ("Eat Pray Love" läuft am 24. September in Österreich an) noch nicht gesehen haben: Die Hauptfigur Elizabeth, im Buch Mitte 30, im Film wie Roberts Mitte 40, hat eine schlimme Scheidung hinter sich. Auch mit ihrem neuen Liebhaber kann sie keine glückliche Beziehung aufbauen. Sie ist von den Haar- bis zu den Zehenspitzen unglücklich, kniet nächtelang in ihrem Badezimmer am Boden und versucht mit Gott zu reden, bevor sie zuerst einmal beschließt, einen Italienischkurs zu machen. Um dann vier Monate in Italien zu verbringen.

Eine spirituelle Führerin bringt sie auf die Idee, danach nach Indien zu reisen, wo sie in einem Ashram vier Monate Yoga macht und meditiert und so Gott näher kommt. Die dritte Station ihrer Reise ist die indonesische Insel Bali, wo ein Medizinmann, den sie während einer Reise als Journalistin dorthin kennengelernt hatte, ihr ein guter Freund wird und sie im Meditieren unterweist. Auf Bali findet sie dann neues Liebesglück. Das Lebensglück hatte sie ja bereits aus Italien und Indien als Grundlage mitgebracht.

Essen mit Genuss macht glücklich
Elizabeth entdeckt in Italien nicht nur ihr italienisches Lieblingswort "attraversiaomo" ("Gehen wir rüber"), sondern auch, dass Essen glücklich macht. Sie kostet sich vier Monate lang leidenschaftlich durch leckere Pasta-Gerichte, Pizzen und natürlich Gelati. Am Ende ihres Aufenthaltes stellt sie zwar fest, dass ihre Jeans nicht mehr passen, ihre Haut und sie selbst aber unvergleichlich schön strahlen.

Und so baust du den Genuss in den Alltag ein: Die mediterrane Küche eignet sich perfekt dazu, um "Eat, Pray, Love" auf den Tisch zu stellen und dich ebenfalls strahlen zu lassen. Viel frisches Gemüse, besonders Tomaten, sorgen für einen schönen Teint. Auch wenn sie, vielleicht gemeinsam mit Melanzani und Artischocken, auf einer Pizza verteilt werden.

Zum Kochen eines leckeren Pasta-Gerichtes Vollkornnudeln und ein gutes Olivenöl verwenden. Vollkornnudeln liefern wichtige  Ballaststoffe und machen glücklich. Olivenöl senkt die Cholesterinwerte und schützt vor Krankheiten. Auch ein Glas Rotwein, nicht wegzudenken bei einem italienischen Abendessen, solltest du dir ab und zu genussvoll gönnen. In dem roten Rebensaft stecken Substanzen, die das Leben verlängern und entzündungshemmend wirken.

Mit Beten und Yoga zu mehr Ausgeglichenheit
Um innere Balance und eine Verbindung zu einem höheren Wesen zu erlangen, verbringt Elizabeth vier Monate in einem Ashram in Indien, wo sie mit anderen chantet, betet und Yoga macht. Erst beim gemeinsamen Chanten – darunter versteht man ein heilsames Singen in der Gemeinschaft - und Beten mit anderen erlangt sie den Zustand, den sie sich so sehr erwünscht.

Warum das so ist? US-Wissenschaftler haben herausgefunden, dass gemeinsames Beten offenbar heilsam ist. Singen ist ebenfalls Balsam für die Seele. In mehreren Langzeit-Untersuchungen habe der Musikwissenschaftler nachgewiesen, dass singende Menschen lebensfroher, ausgeglichener und zuversichtlicher seien als andere. Zudem verfügten sie über ein größeres Selbstvertrauen, hätten öfter gute Laune, verhielten sich sozial verantwortlicher und seien psychisch belastbarer.

Und so baust du "Gebet" in den Alltag ein: Um das alles zu erreichen, musst du nicht unbedingt esoterisch veranlagt oder besonders religiös sei. Melde dich doch einfach zu einem Yogakurs bei dir in der Gegend an. Yoga bringt nicht nur Entspannung, sondern auch viel für den Körper und macht ihn schlank und geschmeidig. Wer regelmäßig Yoga macht, hat außerdem ein geringeres Entzündungsrisiko und ein besseres Immunsystem und ist stressresistenter (siehe Yoga: Entspannen und neue Kräfte sammeln).

Auch singen musst du nicht unbedingt in einem Ashram oder bei einem Gesangsverein. Leg einfach so oft wie möglich deine Lieblings-Mitsing-CD ein und sing laut mit. Beim Abwaschen, Bügeln, im Auto, in der Badewanne. Du wirst sehen, dass du dich gleich besser fühlst (wenn du nicht gerade besonders traurige Songs gewählt hast).

Liebe als gesundes Lebenselexier
Die Liebe gilt schon immer als das Wichtigste im Leben, als Lebenselexier, als Lebensgrundlage. Elizabeth lernt in Bali, dass es nicht unbedingt ein Liebhaber sein muss, um jemanden zu lieben und glücklich zu werden, sondern es ist die Freundschaft mit anderen Menschen.

Altersforscher haben herausgefunden, dass das Geheimnis der berühmten Überhundertjährigen auf Okinawa vermutlich ist, dass sie nie aufgehört haben, Freundschaften zu pflegen, sondern sich fast täglich mit anderen zum Tratschen treffen. Für Elizabeth gibt es ein Happy End mit einem neuen Mann, weil sie aufgehört hat, nach einem zu suchen, sondern stattdessen Freundschaften und sich selbst pflegt.

Und so baust du mehr Liebe in deinen Alltag ein: Rede, rede, rede mit deinen Mitmenschen. Pflege Freundschaften, nicht nur im Internet. Ruf deine beste Freundin an, verabrede dich, unternimm was mit ihr. Triff dich mit anderen im Kaffeehaus, geht (italienisch) essen oder ins Theater. Möglicherweise ist darunter auch deine große Liebe und du weißt es noch gar nicht...

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