Sa, 16. Dezember 2017

Rotes Kreuz am Zug

15.08.2010 02:39

Zähes Feilschen um Harley-Davidson-Treffen beendet

Gestürzte, verletzte sowie kollabierte Harley Davidson-Biker werden ab heuer nicht mehr in gelben, sondern in Rettungsautos mit dem roten Kreuz behandelt. Denn das Team um Präsident Peter Ambrozy hat das prestigeträchtige Event dem Samariterbund abgeluchst. Dort zeigt man sich verstimmt: "Es ist nicht gut, wenn Rettungsorganisationen mit Preisdumping aufeinander losgehen!"

"Das Rote Kreuz hat den Zuschlag vom Veranstalter erhalten", zeigt sich Jutta Sandrisser vom Samariterbund enttäuscht: "Ich hoffe aber, dass wir auf der operativen Ebene weiterhin gut miteinander zusammenarbeiten werden."

Warum nach vier Jahren plötzlich wieder das Rote Kreuz den Ambulanzdienst im Harley-Village am Faaker See übernehmen wird, ist für Sandrisser unklar: "Wir wurden bisher für unseren Job immer gelobt. Unser Angebot wurde wohl von unserem Mitbewerber unterboten."

Begeisterung hingegen bei Rotkreuz-Präsident Peter Ambrozy, der nie einen Hehl daraus gemacht hat, die Veranstaltung medizinisch betreuen zu wollen: "Es ist viel besser, dass wir den Ambulanzdienst machen, denn wir sind ohnehin verstärkt im Einsatz. Und so können wir alles besser koordinieren."

Den Einsatzkräften des Samariterbundes bleibt aber noch der Veranstaltungsdienst beim Arneitz. Sandrisser: "Der Veranstalter hat zu uns gesagt, dass er sich nicht von anderen beeinflussen lassen und auch in Zukunft auf uns bauen will."

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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