Do, 23. November 2017

Achtung Autofahrer!

14.08.2010 13:12

Bahnhofs-Viadukt wird zum Nadelöhr - Chaos befürchtet

Dieser Baustelle schauen Salzburgs Autofahrer mit Sorgenfalten entgegen: Ab Jänner wird das Nelböckviadukt für den Umbau des Hauptbahnhofs für ganze zwei Jahre komplett gesperrt. Ab Montag müssen sich die Autofahrer auf einen neuen Kreisverkehr einstellen - ein Vorbote für das vorprogrammierte Stauchaos.

Derweil sind es nur Vorarbeiten für die große Renovierung: So verlegt die Salzburg AG ihre Leitungen für Strom, Gas, Wasser, Wärme und Telekommunikation von der Unterführung ins Freie. "Die neuen Leitungen bleiben dauerhaft außerhalb des Viaduktes", heißt es vom Energieversorger. Tagsüber ist während der Arbeiten das Nelböckviadukt frei befahrbar, in der Nacht gilt teils eine Einbahnregelung. Dafür wird ab Montag ein provisorischer Kreisverkehr bei der Kreuzung Gabelsbergerstraße/Weiserstraße errichtet.

Komplettsperre ab Jänner 2011
Ein erster Vorbote auf die Komplett-Sperre ab Jänner 2011. Dann nämlich wird das Nadelöhr Nelböckviadukt für zwei Jahre dicht gemacht, der Verkehr eben mittels neuen Kreisverkehrs über die Faberstraße und die Humboldtstraße zur Rainerstraße umgeleitet. Bis zum Herbst sollen dafür auch die Eisenbahnbrücken über die Rainerstraße sowie die Plainstraße fertig sein. "Eine Komplett-Sperre, weil das Viadukt direkt im Seeton liegt und entsprechende Maßnahmen gegen das Grundwasser notwendig sind, die keinen Verkehr zulassen", wie es heißt. Lediglich Fußgänger und Radfahrer kommen auch während der Arbeiten durch.

Viadukt wird verbreitert
Das dunkle, meist feuchte Viadukt selbst soll ab Dezember 2012 dafür umso freundlicher wirken: Verbreitert auf drei Fahrspuren für den Verkehr, dazu großzügige Geh- und Radwege und einen eigenen Stiegenaufgang zu den künftigen Bahngleisen der S-Bahn. Für die Verbreiterung des Hauptbahnhofs muss aber die derzeitige Geschäftszeile an der Rainerstraße weichen.

Der neue Kreisverkehr an der Gabelsbergerstraße ist allerdings nicht das einzige runde Provisorium, das zur Dauerlösung werden könnte: So wird der Kreisverkehr am Max Ott-Platz noch eine Weile so bleiben und sogar ausgebaut. Auch bei der Steinlechner-Kreuzung in Salzburg-Äußerer Stein hat das Land den Kreisverkehr jetzt dauerhaft "verordnet".

von Max Grill, Kronen Zeitung

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