Fr, 15. Dezember 2017

Magistrat bestohlen

12.08.2010 15:41

Bei Gauklerfest flog Untreue von Mitarbeiterin auf

Schwer enttäuscht ist der Villacher Magistratsdirektor von einer langjährigen Kollegin. Die Frau soll über Jahre hinweg hohe Geldsummen veruntreut haben. "Nie hätte ich ihr das zugetraut", sagt Hans Mainhart. Jetzt wird im Kulturamt jeder Stein umgedreht. Die Beamtin wurde suspendiert und natürlich angezeigt.

Aufgeflogen ist die Affäre bei der Abrechnung des diesjährigen Gauklerfestes. "Uns sind erstmals Unregelmäßigkeiten aufgefallen", schildert Mainhart. "Also haben wir auch das Vorjahr überprüft – und so wurde bald klar, dass etwas schiefgelaufen ist!"

Die Verdächtige soll für die Bezahlung der Künstler hohe Summen in bar behoben, aber nur einen Teil weitergegeben haben. Einige tausend Euro seien allein bei dieser Veranstaltung in ihre Tasche gewandert. Mainhart: "Sie zeigte sich geständig und hat selbst zugegeben, dass es nicht das erste Mal war."

Zehn Jahre lang Geld unterschlagen
"Die Frau hat damit begonnen, nachdem ihr Mann den Job verloren hatte", erklärt der Magistratsdirektor. Insgesamt soll die Beamtin sich zehn Jahre lang immer wieder bei Festen der Stadt Villach bereichert haben. "Wie hoch der Schaden ist, wird noch errechnet. Aber wir befürchten eine hohe Summe!", so Mainhart. Der Akt liegt nun bei der Staatsanwaltschaft; die Frau ist suspendiert.

Disziplinarrechtlich reichen die Sanktionen von einer Geldstrafe bis hin zur Entlassung. "Da muss aber erst noch abgewartet werden, was die Justiz macht." Veruntreuung kann mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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