Sa, 16. Dezember 2017

Heiße Luft?

12.08.2010 12:38

ÖAMTC testet Airbag-Kleidung für Motorradfahrer

Bei einem Unfall mit dem Motorrad können auch innovative Produkte mit Airbags in der Kleidung nur bedingt Schutz bieten, zu diesem Ergebnis kommt der ÖAMTC in einem gemeinsam mit seinen europäischen Schwesterclubs durchgeführten Test. Am Prüfstand waren zwei Airbagjacken, eine Airbagweste sowie zwei Schutzsysteme für den Nacken.

Bei Weste und Jacke sind die Airbags in der Kleidung verarbeitet. Diese werden durch eine Reißleine mit dem Motorrad verbunden. Fällt der Fahrer bei einem Sturz von der Maschine wird durch den Mechanismus der Airbag ausgelöst.

Richtig gut ist kein Produkt
Das beste Produkt, die Motorradweste "Motoairbag" von D.P.I. Safety, schnitt mit einem mittelmäßigen "empfehlenswert" ab. Ein "bedingt empfehlenswert" erhielt die Jacke "Cruiser" von Hit Air sowie die beiden getesteten Nackenschutzsysteme: der APC Airbaghelm, ein im Helm integrierter Airbag zum Schutz der Halswirbelsäule, und das Leatt Brace GPX-Club, ein passiver Nackenschutz, der das Überstrecken der Halswirbelsäule verhindert. Aufgrund der langsamen Aufblaszeit verfehlte die Motorradjacke "Stunt" von IXS" ihr eigentliches Ziel und wurde mit "nicht empfehlenswert" abgewertet.

ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl sieht in allen Bereichen Handlungsbedarf - bei Schutz, Tragekomfort und den ergonomischen Anforderungen. "Optimal wären Airbags, die ohne zusätzlichen Aufwand für den Fahrer in die Kleidung integriert sind und mittels drahtloser Kommunikation zwischen Kleidung und Maschine schnell und zuverlässig auslösen können", sagte er.

Was wirklich schützt:
Das Testergebnis ist ernüchternd: Wichtigste Sicherheitsfaktoren am Zweirad bleiben weiterhin die passive Schutzausrüstung wie Helm, reißfeste Hose und Jacke, Stiefel, Handschuhe, Rückenprotektor und eine entsprechende Fahrweise.

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