Fr, 24. November 2017

Kahlschlag droht

11.08.2010 17:36

Appell an LH Pröll: „Die Nebenbahnen nochmals prüfen“

Der Kahlschlag im blau-gelben Schienennetz wird in den kommenden Monaten noch brutaler als bisher angenommen. Denn zusätzlich zu den Strecken, die nicht in das Landes(bus)konzept passen, kommen Traditionslinien der ÖBB weg. So wird etwa die Traisentalbahn von Schrambach bis St. Aegyd am Neuwalde gesperrt.

"Die Mariazellerbahn bleibt. An ihr wird nicht gerüttelt. Im Gegenteil – sie wird mit neuem Wagenmaterial attraktiviert", widerspricht das Büro von Landesrat Heuras jenen hartnäckigen Gerüchten, wonach die historisch wertvolle Strecke in den Gnadenort bedroht sei.

Doch anderswo stehen – gegen den europäischen Trend – die Signallampen auf Rot. Doch der glühende Talerneuerungs-Fan und mittlerweile legendäre "Bahndoktor" Anton Biedermann aus Obergrafendorf will die Hoffnung nicht aufgeben. Der Mediziner, der aus eigener Tasche die Bahnrettung finanziert, sieht zumindest im Fall der Ybbstalbahn berechtigte Chancen: Denn dort hat, wie berichtet, die erfolgreiche Bayrische Oberlandbahn ein Kaufangebot gelegt. Biedermanns Bitte an "seinen Landesvater Erwin Pröll": "Von unabhängigen blau-gelben Experten noch einmal alles überprüfen lassen."

Als Beispiel wie’s funktionieren könnte: Die Zillertalbahn erlebt durch ein neues Konzept einen Boom. Biedermann: "Das müsste doch auch nach St. Aegyd oder Hollenstein funktionieren."

von Lukas Lusetzky und Mark Perry, Kronen Zeitung

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