Sa, 18. November 2017

Dampf ausgetreten

11.08.2010 16:28

Chemieunfall in Mauterndorf - 100 Mann im Einsatz

Gas-Alarm beim Abfallbeseitigungs-Unternehmen Spreitzer in Mauterndorf: In einer Halle, in der gefährlicher Müll wie Haushalts-, Foto- und Labor-Chemikalien gelagert werden, hatte sich ein Fass überhitzt. In der Folge trat ätzender Dampf aus. Die Feuerwehr sperrte das Gebiet großräumig ab. Verletzt wurde niemand.

Drei Arbeiter, die um 6.30 Uhr ihren Dienst antraten, entdeckten den Rauch, der aus dem Lagerraum kam. Sie schlugen Alarm. "In der Halle stehen etliche 200 Liter fassende Spannring-Fässer mit Problemabfällen. In einem dieser Behälter kam es zu einer chemischen Reaktion. Die Temperatur stieg auf 150 Grad an, der Deckel flog weg, dann trat Dampf aus", berichtet Katastrophenreferent Philipp Santner.

Gaskonzentration rasch fallend
Die Feuerwehren aus Mauterndorf, Mariapfarr, Tamsweg und St. Michael eilten mit 100 Mann zum Unglücksort und sperrten das Gelände großräumig ab. "Ein erster Trupp ging mit Schutzanzügen in die Hallein hinein, um die Gaskonzentration zu messen", schildern der Mauterndorfer Feuerwehrkommandant Peter Schreilechner sowie Einsatzleiter Florian Lüftenegger. Da die Gaskonzentration schon nach wenigen Minuten abklang, konnte die Halle rasch belüftet werden.

Das lecke Fass wurde in einem dichten Alu-Behälter verstaut. "Die Temperatur darin betrug zwei Stunden nach dem Vorfall noch immer 70 Grad. Wir werden das einige Tage beobachten und die Wärme regelmäßig messen. Dann kann der Landeschemiker Proben nehmen", so Philipp Santner.

von Manuela Kappes, "Kronen Zeitung"

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