Sa, 16. Dezember 2017

Schon 10.600 Hektar

11.08.2010 13:21

Soja-Anbau gewinnt im Burgenland an Bedeutung

Rund 74.000 Tonnen Sojabohnen sind im Vorjahr in Österreich geerntet worden. Heuer ist die Anbaufläche gegenüber 2009 um fast 40 Prozent gewachsen. Im Burgenland wird die Bohne auf rund 10.600 Hektar kultiviert - das entspricht mehr als einem Drittel der österreichischen Gesamtanbaufläche. Für die Landwirte gewinne der Anbau an Bedeutung, hieß es am Mittwoch bei einem Pressegespräch des Vereins "Soja aus Österreich".

Der 2008 gegründete Verein hat seinen Sitz in Wien. Seine Mitglieder stellen über 140 Sojaprodukte her. "Sie werden in Österreich bearbeitet und sind garantiert gentechnikfrei", so Vereinsobmann Matthias Krön. Als Gründe für die steigende Tendenz beim Sojaanbau nannte Burgenlands Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner das passende Klima und die gute Absetzbarkeit des Produktes. Dass man gentechnikfrei produzieren könne, sei für Österreich und das Burgenland "eine riesengroße Marktchance".

Sonne und Bodenfeuchte sind ideal
Angenehme Temperaturen, viel Sonnenschein und die ausreichende Bodenfeuchte seien für das Gedeihen der Sojabohne im Burgenland günstig, erläuterte der Biolandwirt Pinter. Er selbst sei zwecks Auflockerung der Fruchtfolge zum Sojaanbau übergegangen. Die Sojaernte Anfang Oktober überschneide sich zudem nicht mit der Getreideernte. Die Vermarktungssituation habe sich in den vergangenen Jahren sehr gebessert: Mittlerweile könne man einen ordentlichen Deckungsbeitrag erzielen.

Für eine Tonne konventioneller Sojabohnen lag der Preis im Vorjahr etwa zwischen 290 und 320 Euro. Für Soja aus Bio-Anbau wurden rund 540 Euro pro Tonne bezahlt.

Sojabohnen bald "nicht mehr wegzudenken"
Langfristig werde Soja einen Anteil an der Ernährung bekommen vergleichbar mit dem Erdapfel, glaubt die Kochbuchautorin Elisabeth Fischer: "In 20 Jahren werden Sojaprodukte aus unserer Ernährung nicht mehr wegzudenken sein."

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