Mo, 18. Dezember 2017

Heftige Kritik

11.08.2010 11:20

Der Brasilianer Rafinha rechnet mit Felix Magath ab

Streit in der Kabine und ein Ton wie beim Militär: Der Brasilianer Rafinha hat nach seinem Wechsel von Vizemeister Schalke 04 zum italienischen Erstligisten FC Genua seinen ehemaligen Trainer Felix Magath heftig kritisiert. "So wie er mich behandelt hat, könnte ich nun brasilianischer General werden. Magath und ich - das passt nicht", sagte der Außenverteidiger, der in der vorigen Woche für rund acht Millionen Euro zum Klub von Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni wechselte.

Laut Rafinha habe Magath vor allem Probleme mit der Mentalität der Südamerikaner. "Wir Brasilianer stören ihn mit unserer Art. Wir reden viel, lachen. Er ist dagegen ruhig, arbeitet und ist konzentriert. Bei ihm ist Arbeit Arbeit, aber nicht unbedingt Spaß. Manchmal hätte ich auch zum Militär gehen können", sagte der 24-Jährige.

Während der vorigen Saison geriet Rafinha mehrfach mit Magath aneinander. "Einmal hatte mich der Trainer aus dem Kader gegen Bayern München im Pokal-Halbfinale genommen und mich dann zu sich gerufen. Er hat sehr aggressiv mit mir geredet, mich provoziert und angemeckert. Ich habe mir das nicht bieten lassen. Da hat es geknallt. Wir haben uns gezofft", sagte der Brasilianer. Am nächsten Tag habe sich Magath aber vor der Schalker Mannschaft bei Rafinha entschuldigt.

Rafinha: "Ich wurde regelrecht verfolgt"
Die ganze Aufregung um seine Person in den fünf Jahren bei den Königsblauen kann Rafinha ohnehin nicht nachvollziehen. "Ich wurde teils regelrecht verfolgt. Das wird in Genua anders - hier ist alles locker und entspannt. Jeder Spieler macht Party und trinkt mal ein Bier. Ich bin Brasilianer und mache Party. Ich stehe dazu", sagte Rafinha.

Magath, der letzte Diktator Europas
Die Aussagen des kleinen Rechtsverteidigers in Richtung Magath weckten Erinnerungen an die Flüche von Bachirou Salou. Der Stürmer wurde zu Beginn der Jahrtausendwende bei Eintracht Frankfurt von Coach Magath aussortiert. Anschließend meinte der Togolese: "Magath ist der letzte Diktator in Europa. Er sagte, ich verdiene so viel Geld, da soll ich auch mehr machen als die anderen", sagte Salou.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden