Mo, 18. Dezember 2017

"Reitsport-Yoda"

11.08.2010 18:10

Hugo Simon zu Gast in Farrach - und im "Krone"-Interview

Springreitlegende Hugo Simon hat vor dem am Freitag startenden internationalen Turnier im obersteirischen Farrach mit der "Steirerkrone" über das Alter, London 2012 und "E.T." gesprochen. 68 Jahre und kein bisschen müde!

"Krone": Herr Simon, Sie sind am Dienstag gerade erst in Farrach angekommen und haben gleich einige Proberunden im Viereck gedreht. Wie ist das Gefühl?
Hugo Simon: Der neue Boden ist in Ordnung. Ich werde beim Turnier an drei Bewerben teilnehmen. Den Grand Prix wird diesmal aber 'Ukinda' und nicht wie in Preding 'Hors La Loi' übernehmen.

"Krone": Vor wenigen Tagen haben Sie mit einem Sieg und Platz drei der Konkurrenz in Preding tüchtig eingeheizt. Was ist in Farrach drin?
Simon: Ich hoffe natürlich auf eine Fortsetzung. Ich bin jetzt das zehnte Mal hier bei Organisator Max Kaltenegger und hab immer ganz gut abgeschnitten.

"Krone": Denken Sie auch mit 68 Jahren nicht ans Aufhören?
Simon: Kürzlich hat mich ein junger Reiter bei einem Turnier in Paderborn gefragt, ob ich's nicht endlich lassen will. Da hab ich zu ihm gesagt, dass ich sofort aufhöre, wenn er mich schlägt. Daraufhin hat er ziemlich schnell das Weite gesucht.

"Krone": Österreich wird bei der WM in Kentucky im Teambewerb nicht vertreten sein. Glauben Sie, dass Rot-Weiß-Rot bei den Spielen in London am Start stehen wird?
Simon: Wenn die Strukturen so bleiben, sicher nicht. Wir haben ja nur Solisten und keinen Teamgeist. Das ist 1992 ganz anders gewesen. Da hab ich das Team zu mir geholt, wir haben einen Monat lang trainiert und danach bei den Spielen in Barcelona Silber geholt.

"Krone": Wenn Sie die Zügel beim Verband in die Hand nehmen, könnte es demnach doch etwas werden...
Simon: Auch Martin Bauer hat mich darauf in Preding angesprochen, aber eine Funktion beim Verband ist nichts für mich. Ich hab ja einen Nebenjob, der mich voll beansprucht. Und der heißt Geld verdienen.

"Krone": Jede Menge "Heu" haben Sie auch mit ihrem Wunderpferd "E.T." verdient - wie geht es ihm im Ruhestand?
Simon: Er und "Apricot" leben bei mir wie Millionäre. Meine Pflegerin erfüllt ihnen jeden Wunsch, und wenn ich etwas dagegen habe, meint sie nur, dass die beiden genug in ihre Pensionskasse einbezahlt hätten...

"Krone": Haben Sie nach dem Karriereende von "E.T." noch an die ganz großen Erfolge geglaubt?
Simon: Ehrlich gesagt nicht. Nur gut, dass ich mich im Endeffekt getäuscht habe.

Interview: Alex Petritsch, "Steirerkrone"

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