Di, 21. November 2017

Von Freude bis Ärger

10.08.2010 15:14

Roboter erkennt erstmals Gefühle, entwickelt eigene

Nao heißt die Weltneuheit: ein Roboter, der Gefühle bei Menschen anhand nichtsprachlicher Signale wie Körpersprache und Gesichtsausdruck erkennen kann. Doch damit nicht genug, er entwickelt außerdem eigene Gefühle und eine emotionale Bindung zu Personen, die sich ihm gegenüber freundlich verhalten.

Nao befindet sich auf dem emotionalen Entwicklungsstand eines einjährigen Kindes. Zur Erkennung der Gefühle seines menschlichen Gegenübers dienen Mikrofone für die Stimme sowie Kameras, mit deren Hilfe Nao Emotionen erkennt und sich Gesichter merkt. Je länger sich eine Person mit dem Roboter beschäftigt, desto besser kann sich dieser in die Gefühlslage des Menschen hineinversetzen und die Interaktion anpassen. Wer Nao dabei hilft zu lernen, zu dem entwickelt er eine besonders enge Bindung.

Ob und wann Nao Gefühle zeigt, ist nicht festgelegt - was die große Besonderheit der Programmierung darstellt: Die Maschine ist in der Lage dazu, selbstständig zu entscheiden, ob sie Emotionen vermitteln möchte oder nicht.

Nao kennt Stolz, Freude, Angst und mehr
Entscheidet sich Nao dafür, seine Gefühle mitzuteilen, tut er dies menschenähnlich mittels Sprache und körperlichem Ausdruck. So zieht er etwa die Schultern zusammen, wenn er traurig ist, oder hebt freudig die Arme. Freude, Aufregung, Traurigkeit, aber auch komplexe Emotionen wie Stolz, Angst und sogar Wut beinhaltet Naos Repertoire. Unsicherheit und stressige Situationen rufen bei Nao negative Gefühle hervor, besonders wenn er keine Unterstützung vom Menschen erhält. Grundsätzlich soll die Kommunikation aber positiv besetzt sein, schließlich soll sie dabei helfen, Roboter als Helfer für den Menschen verständlicher und weniger einschüchternd zu gestalten, so die Entwickler.

Kleinkinder von Mensch und Affe als Vorbild
Der Roboter und seine Programmierung wurden von Wissenschaftlern aus ganz Europa erarbeitet, das Projekt wird von der Europäischen Union finanziert. Die Forscher nahmen sich ein Beispiel an der emotionalen Prägung von Kleinstkindern - sowohl Menschen wie auch Schimpansen.

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