Do, 14. Dezember 2017

Bub schwer krank

10.08.2010 01:59

Schicksalsschlag für Familie: "Patrick ist ein Kämpfer"

Schwerer Schicksalsschlag für eine junge Familie aus Hallein: Zuerst verlor der 19-jährige Vater seine Lehrstelle in der Papierfabrik und dann erkrankte auch noch der kleine Sohn schwer. Ein Keim, der auf Wiesen oder Weiden übertragen werden kann, hat Patricks Körper angegriffen.

Bis zu seinem zweiten Geburtstag war Patrick ein lebendiges Kind. "Plötzlich ist er nur mehr am Sofa gesessen und wollte schlafen", erzählt Vater Manuel V. Dazu kamen Darm-Probleme. Erste Alarmsignale für eine heimtückische Erkrankung. Dann ging alles sehr schnell: Die kleinen Nieren arbeiteten nicht mehr, der Zweijährige bildete am ganzen Körper Blutgerinnsel aus.

Dramatischer Verlauf
Die schlichten Buchstaben HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom) stehen für den dramatischen Verlauf. "Die Erkrankung wird durch einen Keim ausgelöst. Kühe sind ein Reservoir dafür. Die Übertragung passiert über rohe Produkte oder Tierkontakt", erläutert Anita Mang, Ärztin am Salzburger Kinderspital. Es reicht aber schon der Kontakt auf einer Weide, wo Kühe gegrast haben.

Gefährdet sind vor allem Kinder zwischen zwei und fünf Jahren. In Salzburg werden im Schnitt vier kleine Patienten jährlich behandelt. Oft heilt es wieder gut aus. Es bildeten sich aber auch schon richtige Cluster, wo alle Kinder aus einer Straße betroffen waren. Der Gefahrenherd wurde nicht gefunden. Dr. Mang rät Eltern: keine Milch direkt vom Bauern und Handhygiene im Umgang mit Tieren.

Ärzte mussten um Leben kämpfen
Klein-Patrick aus Hallein machte seither viele Tiefen durch: Auch das Gehirn ist bei ihm schwer betroffen. "Einmal haben die Ärzte 45 Minuten um sein Leben gekämpft", erzählt Papa Manuel V. In den schlimmsten Phasen war er täglich an 13 Infusionen angeschlossen. Doch er entwickelt immer wieder unglaubliche Kräfte.

Patrick darf endlich wieder heim
Nach knapp einem Jahr Spital darf Patrick am Dienstag nach Hause. Er braucht aber rund um die Uhr Pflege. Die Gewerkschaft hat für ihren Kollegen – der Vater arbeitet jetzt bei den ÖBB – einen Spendenaufruf gestartet. 5.500 Euro wurden schon eingezahlt, die Landeshauptfrau, M-real und Gewerkschafter Walter Androschin halfen.

Konto eingerichtet
Die Familie braucht für eine barrierefreie Wohnung noch jeden Cent: Spendenkonto "Patrick Höllbacher", Sparda Bank Linz, Kontonummer 39068000000, BLZ 49460.

"Salzburger Krone"

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