Do, 14. Dezember 2017

Erneute Provokation

09.08.2010 16:19

Nordkorea schießt 110 Granaten Richtung Südkorea

Die Streitkräfte des kommunistischen Nordkorea haben nach südkoreanischen Angaben am Montag 110 Artilleriegeschosse über dem Gelben Meer in Richtung Südkorea abgefeuert. Sie seien allerdings auf nordkoreanischer Seite der Seegrenze zwischen beiden Ländern eingeschlagen, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Generalstabs.

"Unsere Marine wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um die Bewegungen der nordkoreanischen Truppen zu verfolgen", sagte ein Sprecher des Ministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Damit haben sich die Spannungen auf der geteilten koreanischen Halbinsel weiter erhöht.

Südkorea beendete am Montag sein bisher größtes Militärmanöver. Die Streitkräfte des Landes hatten Mitte vergangener Woche mit den Übungen zur Abwehr von U-Booten begonnen. Seoul hatte sich Provokationen des Nordens während der fünftägigen Übung verbeten. Der Abschuss nordkoreanischer Granaten wurde daher als deutliche Machtdemonstration Pjöngjangs gewertet.

Nordkorea beschlagnahmt Fischkutter aus Südkorea
Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern wurden durch die Beschlagnahmung eines südkoreanischen Fischkutters durch Nordkorea am Wochenende zusätzlich belastet. Seoul forderte am Montag erneut die Freilassung des Schiffes und der Crew. Das Boot sei im Japanischen Meer verschwunden, sagte ein Sprecher der südkoreanischen Küstenwache am Sonntag. Den Medienberichten zufolge hatte das Boot zuletzt am Samstagabend einen Funkspruch abgesetzt, als es von einer gemeinsamen Fangzone vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel zurückkehren wollte. Es gebe Informationen, wonach die Fischer im Nachbarland verhört würden, meldete Yonhap.

Seit dem Untergang eines südkoreanischen Kriegsschiffs und mehrerer Manöver ist die Lage auf der Halbinsel noch mehr gespannt als sonst. Der Süden wirft dem kommunistischen Nordkorea vor, die Korvette "Cheonan" versenkt zu haben, was die kommunistische Führung in Pjöngjang bestreitet.

Am Dienstag ist auf Wunsch des Nordens ein Treffen der Waffenstillstandskommission in Panmunjong geplant. Es ist das vierte Gespräche der Runde heuer. Offiziell herrscht zwischen Nord- und Südkorea noch immer Krieg. Nach dem Ende des Korea-Kriegs war 1953 nur ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen worden. Es kam aber kein Friedensvertrag zustande.

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