Sa, 16. Dezember 2017

Online-Experiment

09.08.2010 10:52

Experten knacken 250.000 Konten sozialer Netzwerke

Ein Experiment der Virenschutz-Experten von BitDefender zeigt, dass der Schutz privater Daten bei vielen Nutzern sozialer Netzwerke immer noch zweitrangig ist und äußerst fahrlässig mit Zugangsdaten umgegangen wird. Durch eine relativ einfache Online-Recherche in Suchmaschinen, Blog-Postings und auf Torrent-Websites gelangte das Unternehmen binnen einer Woche an über 250.000 E-Mail-Adressen, Passwörter und Benutzernamen.

Erschreckend dabei ist laut BitDefender auch, dass 75 Prozent der zufällig ausgewählten Nutzer für ihren Zugang zu Facebook und Co. das gleiche Passwort nutzen, mit dem sie auch ihren E-Mail-Account schützen. Ein Fehler, auf den Datendiebe nur warten, warnt das Unternehmen. Eine stichprobenartige Überprüfung dieser Liste zeigte zudem, dass 87 Prozent der ungeschützten Konten immer noch gültig sind und mit den entsprechenden Anmeldeinformationen ausspioniert werden können.

"Es ist beängstigend, dass wir mit nur wenigen Einträgen und Klicks in Suchmaschinen und anderen Web-Plattformen eine solche Menge an sensitiven Daten finden konnten", kommentiert Sabina Datcu von BitDefender das Experiment. "Aufgrund der alarmierenden Ergebnisse dieses Versuches sollten sich User bewusst werden, dass die sichere Verwendung eines Passworts, einer E-Mail-Adresse oder eines Social-Network-Account genauso wichtig ist wie ein Türschloss im eigenen Haus."

Verheerende Folgen
Die Folgen dieser Sicherheitslücken können dem Unternehmen nach verheerend sein und reichen vom Datendiebstahl über Hacking des E-Mail-Kontos bis hin zu gezielten Spam-Attacken inklusive Verbreitung von Schadsoftware. "Man stelle sich vor, jemand verwendet den eigenen Social-Media-Account, um pornografisches Material zu veröffentlichen. Oder jemand hackt einen E-Mail-Account und nutzt die Identität des jeweiligen Users zum Versenden von E-Mails oder zum Ausspionieren privater Daten. All das und mehr ist möglich und passiert mittlerweile minütlich auf der ganzen Welt", so Datcu.

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