So, 17. Dezember 2017

Außer Mode

08.08.2010 16:03

Selbstgewählte Kennzeichen nicht mehr beliebt

Auch wenn die heiße Liebe zum Wunschkennzeichen im Land ob der Enns in der Vergangenheit abgekühlt ist, haben 2009 noch immer Tausende Lenker 274.000 Euro springen lassen, damit ihr fahrbarer Untersatz mit dem eigenen Namen, dem der Freundin oder einem Juxtitel geschmückt ist.

Bei ihrer Einführung im Jahr 1990 waren die Tafeln heiß begehrt. Doch mit den Jahren nahm die Begeisterung ab, die Zahl der Neuanmeldungen sank. Zum großen Einbruch kam es 2005: Die 15-Jahre-Frist für die Tafeln lief ab, für eine Verlängerung derselben mussten Lenker 159 Euro berappen. Etwa die Hälfte der Wunsch-Tafeln wurde nicht mehr verlängert.

Trotzdem blieb die Zahl der Neuanmeldungen vorerst auf einem Niveau von 8.000 pro Jahr. 2007 waren es aber nur 3.295 Stück. Der positive Nebeneffekt dieses Spleens: Die Ausgaben der Lenker für ihre persönlichen Nummerntafeln erreichten 2009 immer noch 274.000 Euro.

Geld für Verkehrsprojekte
Zum Vergleich: 2008 kamen dank der "MAUSIS" noch 298.000 Euro herein. Und im Jahr zuvor waren es sogar noch 306.948 Euro. "Das Gros der Mittel, 178.000 Euro, wurde für Jugendtaxis, Heimbringerdienste oder Discobusse verwendet. Weiters für die Verkehrserziehung oder für mobile Tempoanzeigen in Gemeinden verwendet", so Landesrat Hermann Kepplinger.

Kronen Zeitung
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden