Sa, 16. Dezember 2017

Tausende vermisst

09.08.2010 18:03

Über 300 Tote bei Erdrutschen in China

Nach den heftigen Erdrutschen im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Toten auf 337 gestiegen. Mehr als 2.000 Menschen wurden in der Provinz Gansu noch vermisst, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montagabend unter Berufung auf einen örtlichen Politiker berichtete. Zuvor war von 137 Toten die Rede gewesen. Mehr als 20.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Ministerpräsident Wen Jiabao reiste vor Ort, um sich persönlich ein Bild der Lage zu machen.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete, gab es am Samstagabend in dem mehrheitlich von Tibetern bewohnten Bezirk Zhouqu mehrere Erdrutsche. Dabei wurden Straßen und Brücken zerstört, Telefon- und Stromverbindungen unterbrochen. Große Massen Schlamm, Müll und Geröll stürzten in den Hauptfluss des Gebiets, der über die Ufer trat. Zum Teil stieg das Wasser drei Stockwerke hoch. 300 Gebäude wurden zerstört.

Noch bevor Ministerpräsident Wen in der Region eintraf, hatten er und Präsident Hu Jintao die Rettungsteams aufgerufen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Menschenleben zu retten. Mehr als 70 Menschen sollen verletzt worden sein.

Mindestens 50.000 Menschen betroffen
Nach Angaben des Staatsfernsehens entsandten die Behörden fast 3.000 Soldaten sowie rund hundert Ärzte und Sanitäter, um sich an der Suche und Bergung von Verschütteten zu beteiligen. In weiten Teilen der Region sei die Stromversorgung zusammengebrochen. Insgesamt sind mindestens 50.000 Menschen von den Verwüstungen betroffen.

China erlebt heuer als Folge immer neuer sintflutartiger Regenfälle die schlimmsten Überschwemmungen seit zehn Jahren. Mehr als 2.100 Menschen kamen dabei bislang ums Leben oder werden vermisst, über 1,4 Millionen Häuser wurden zerstört. Mindestens zwölf Millionen Menschen mussten evakuiert und in Sicherheit gebracht werden.

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