Mo, 11. Dezember 2017

Enormes Risiko

07.08.2010 17:56

Biker geben wieder Gas - hoher Blutzoll auf den Straßen

Der Rausch der Geschwindigkeit und das Gefühl von Freiheit auf zwei Rädern locken bei schönem Wetter die Biker auf Burgenlands Straßen. Doch das PS-starke Vergnügen fordert jedes Jahr viele Opfer. Allein diese Woche mussten fünf verletzte Lenker nach Unfällen mit Motorrädern und Mopeds ins Krankenhaus.

Experte Martin Blum vom Verkehrsklub (VCÖ) schlägt Alarm: "Das Motorrad ist das gefährlichste Verkehrsmittel im Straßenverkehr. Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist 19-mal höher als mit dem Auto." Obwohl nur ein Prozent der gefahrenen Kilometer mit der Maschine zurückgelegt werden, sind 14 Prozent der Verkehrstoten Biker. Zu hohes Tempo und riskante Überholmanöver zählen zu den Hauptursachen fataler Crashes. "Hinzu kommt, dass die Motorradfahrer oft von Lkw- und Pkw-Lenkern übersehen werden", sagt Blum.

Wie gefährlich Ausfahrten mit dem Zweirad sind, belegen die Aufzeichnungen der Polizei. Fünf Motorrad- und Mopedfahrer wurden diese Woche im Burgenland bei Unfällen schwer verletzt. In Breitenbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) etwa krachte ein 15-jähriger Lehrling wegen eines missglückten Bremsmanövers mit seinem Mofa in einen stehenden Pkw. Der 57-jährige Lenker eines Leichtmotorrades prallte in Jennersdorf gegen einen Wegweiser. Auf der B57 in Lockenhaus (Bezirk Oberpullendorf) verlor ein Ungar (24) die Kontrolle über seine Maschine.

von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung
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