Sa, 16. Dezember 2017

Pensionist empört

07.08.2010 16:50

Rechnung für Hausnotruf trotz Klinikaufenthalt

Empört ist ein alleinstehender, 60-jähriger Tiroler Mindestpensionist, der vom Roten Kreuz für seinen Hausnotruf eine Rechnung von 50 Euro vorgeschrieben bekam, obwohl er in der verrechneten Zeit im Krankenhaus lag. Das Rote Kreuz verspricht aber jetzt: "Wir werden sicher eine zufriedenstellende Regelung finden."

Ziemlich verblüfft war Günter Sch. (60), ein Pensionist mit einer Mindestrente von 720 Euro, als er vom Roten Kreuz für die Monate November und Februar eine "Zahlungserinnerung" bekam. "Ich lag ab Mitte November in der Innsbrucker Klinik, wo mir ein Bypass eingesetzt wurde. Unmittelbar daran anschließend wurde ich bis zum 3. März wegen eines Schlaganfalls nach Hochzirl verlegt. Trotzdem wird mir der Hausnotruf für diese Zeit verrechnet", sagt der Mann.

Aus Überraschung wurde dann Empörung, als er dies dem Roten Kreuz mitteilte. "Da wurde mir kühl gesagt, dass ich trotzdem zahlen muss, da ich das Gerät nicht abgemeldet und zurückgegeben hätte. Aber wie hätte ich das tun sollen, wenn ich alleinstehend bin und im Krankenhaus liege? Für mich ist das eine reine Abzocke in einer Notsituation."

Rotkreuz-Sprecher Fritz Eller, von der "Tiroler Krone" mit dem Vorfall konfrontiert: "Juristisch gesehen sind wir zwar im Recht, aber ich verstehe den Ärger des Mannes absolut. Er hat ohnehin schon durch seine Krankheit und sein geringes Einkommen Probleme genug. Wir werden jedenfalls alles daransetzen, dass in diesem Fall eine Regelung getroffen wird, mit der alle Beteiligten zufrieden sein können."

von Werner Kriess, Tiroler Krone

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