Mi, 13. Dezember 2017

Erste Liga

06.08.2010 20:52

Altach verliert erstmals - Admira neuer Spitzenreiter

Führungswechsel am sechsten Spieltag der Ersten Liga. Nachdem Altach am Freitagabend bei St. Andrä seine erste Saisonniederlage kassiert hat, ist die Admira neuer Spitzenreiter. Das Team gewann bei der Vienna mit 3:1. Der FC Lustenau siegte mit 2:0 in Gratkorn, Hartberg unterlag bei Austria Lustenau mit 0:1. Im Abendspiel trennten sich Grödig und St. Pölten mit einem leistungsgerechten 1:1.

Die Admira eroberte mit einem 3:1-Erfolg bei der Vienna die Tabellenführung. Dank Toren von Benjamin Sulimani (18., 63.) und Rene Schicker (60.) blieb Dietmar Kühbauer auch in seinem zwölften Spiel als Coach der Niederösterreicher (elf Siege/ein Remis) ungeschlagen. Es war bereits der sechste Auswärtssieg en suite (Torverhältnis von 26:5) der Admiraner.

Die vor allem in Hälfte eins klar dominierende Vienna hätte diesen Erfolgslauf aber eigentlich stoppen müssen, doch Philipp Hosiner, der die Döblinger in der 17. Minute nach einem Martinez-Freistoß per Kopf in Führung gebracht hatte, ließ Topchancen in Hülle und Fülle (26./vorbei, 28./drüber, 40./Stange, 41. drüber) aus. Dadurch blieb Admira, die nur 90 Sekunden nach dem Gegentreffer den Ausgleich durch Sulimani (18./Gestocher nach Schicker-Freistoß) erzielte, im Spiel - auch weil Torhüter Berger sich bei einer weiteren Hosiner-Möglichkeit mit einem tollen Reflex auszeichnete (58.).

Die Entscheidung brachte ein Doppelschlag: Zunächst traf Schicker nach Palla-Flanke und Kopfball-Verlängerung von Hanikel aus kurzer Distanz zum 2:1. Nur etwas mehr als zwei Minuten später besorgte Sulimani nach Schicker-Flanke mit seinem bereits siebenten Saisontor den Endstand und übernahm damit auch die Führung in der Torschützenliste. Während die Gäste aus der Südstadt ihre Chancen eiskalt nutzten, klebte den Hausherren weiter das Pech an den Schuhen, so vergab Martinez noch zwei Hochkaräter (71./drüber, 74./Freistoß - Berger wehrt ab).

WAC/St. Andrä – SCR Altach 3:1
Die erste Großchance vor 2.720 Zuschauern verzeichneten nach zwölf Minuten die Gastgeber. Der bedrängte Baldauf köpfelte aber nach einer Ecke aus wenigen Metern knapp über die Latte. Der nächste Aufreger war dann die Rote Karte gegen Netzer (22.), der Mittelfeldspieler wurde nach einer Rangelei ausgeschlossen. Der folgende Freistoß aus 18 Metern von Kreuz verfehlte das Ziel nur knapp. Die nächste Möglichkeit verwerteten die Kärntner dann aber, der im Strafraum frei stehende Putsche verwertete eine Kreuz-Hereingabe in der 28. Minute direkt.

Die Altacher bemühten sich danach zwar um den Ausgleich, bis auf einen Scherrer-Freistoß gelang aber nichts wirklich Zwingendes. Im Gegensatz zu den effizienteren Wolfsbergern, für die Sturmspitze Falk (5. Saisontor) kurz vor der Pause aus kurzer Distanz per Kopf nach Flanke von Kreuz für das 2:0 sorgte.

Sieben Minuten nach Wiederbeginn scheiterte Schütz aus spitzem Winkel noch an der Stange, wenig später nützte dann aber Unverdorben (61.) einen Abwehrfehler zum Anschlusstreffer. Gleich im Gegenzug vergab dann Falk die große Möglichkeit auf die Vorentscheidung, er scheiterte am starken Altach-Goalie Kobras. Danach bekamen die Kärntner das Spiel aber in den Griff und erhöhten in der 89. Minute durch Reich noch auf 3:1.

FC Gratkorn – FC Lustenau 0:2
Gratkorn bezog unterdessen mit dem 0:2 (0:0) gegen den FC Lustenau die bereits fünfte Heimniederlage en suite und blieb damit Tabellenvorletzter. Die Tore für die Vorarlberger, die in der abgelaufenen Saison nie gegen die Steirer gewonnen hatten (2 Niederlagen, 1 Remis), erzielten Patrick Seeger (74.) und der eingewechselte Brasilianer Grisley Muniz.

Die Lustenauer, die nun seit fünf Runden ungeschlagen sind (2 Siege/3 Remis), hätten aber bereits in der zweiten Minute durch Jonathan Techera in Führung gehen müssen, doch Gratkorns Schlussmann Götzinger war auf dem Posten (2.). Die Gratkorner waren in der Offensive extrem harmlos, während die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer sicherer und im Finish dann auch treffsicher wurden.

Austria Lustenau – TSV Hartberg 1:0
In einer unspektakulären Partie besiegte Austria Lustenau den TSV Hartberg mit 1:0. In den ersten 45 Minuten hätte es für die Gastgeber schnell zu ihren Gunsten laufen können, hätte Neuling Roth den Freistoß von Boller per Kopf nicht nur an die Stange verlängert. Die Austria war über weite Strecken die optisch überlegene Mannschaft, ein neuerlicher Roth-Kopfball (23.) verfehlte aber ebenso knapp das Ziel wie Egharevba eine große Chance vom Siebener (34.) nicht nützen konnte. Die Hartberger verlegten sich ganz aufs Kontern, hatten durch Domoraud (16.) und kurz darauf Rakowitz durchaus Möglichkeiten. Das Remis zur Pause ging in Ordnung.

Nach Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Bild: Die Vorarlberger zeigten mehr Siegeswillen, die Steirer schienen sich mit einem Punkt zu begnügen. Auch als in der 67. Minute das zweite auffällige Foul von Dürr (diesmal an Domoraud) von Schiedsrichter Schüttengruber zurecht mit Gelb-Rot bestraft wurde, brachte es keinen nennenswerten Schwung ins Spiel der Steirer, die nun schon neun Spiele en suite (inklusive der vergangenen Saison) sieglos sind.

Die Lustenauer hatten gegen das Schlusslicht am Ende aber Grund zum Jubel, denn Debütant Felix Roth brach mit einem Gewaltschuss aus 35 Metern den Abwehrriegel der Gäste. Der 22-jährige Deutsche feierte damit den perfekten Einstand in Lustenau. Am Ende hätte Puntigam aber beinahe noch den Ausgleich erzielt, sein Schuss streifte nur knapp am Tor vorbei.

Grödig - St. Pölten 1:1
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart: Nach einem Drechsel-Corner verschätzte sich Ambichl und Ouedraogo brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten, um seinen dritten Saisontreffer zu erzielen (7.). Danach herrschte lange Chancenflaute, erst in der 30. Minute prüfte der Spanier Jonathan Carril St.-Pölten-Schlussmann Vollnhofer. Die Niederösterreicher waren dagegen vor der Pause erschreckend harmlos. Die größte Gefahr für Grödig-Tormann Blatnik ging von seinem eigenen Außerverteidiger Pirker aus, der ihn mit einem Rückpass in Bedrängnis brachte, doch der erst 18-jährige Goalie klärte souverän mit dem Kopf (34.).

In Hälfte zwei steigerten sich die Gäste merklich und hatten bereits in Minute 65 eine hochkarätige Ausgleichsmöglichkeit, doch ein Schuss von Popp wurde gerade noch von einem Gegenspieler in den Corner abgefälscht. Auf der anderen Seite vergab Ouedraogo alleinstehend vor Vollnhofer die vorzeitige Entscheidung zugunsten der Salzburger (74./knapp vorbei). Diese Nachlässigkeit wurde wenig später durch den Ausgleich von Rödl, der nach Gruberbauer-Flanke mit dem Kopf zur Stelle war, bestraft (78.).

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