Do, 23. November 2017

Wieder Israel

06.08.2010 13:36

Red Bull Salzburg gegen Hapoel Tel Aviv um CL-Einzug

Es ist alles andere als der Wunschgegner. Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg muss in der finalen Runde der Qualifikation für die Champions League wie im Vorjahr nach Israel. Gegner im Play-off ist Hapoel Tel Aviv - ausgerechnet jene Hürde, die das Gros der Salzburger unbedingt vermeiden wollte. Die Bullen müssen zuerst zu Hause antreten, Spieltermin ist der 17./18. August. Das Rückspiel steigt am 24./25. August in Tel Aviv.

Salzburg-Trainer Huub Stevens hatte wenig erfreut geblickt, als in Nyon die Kugel mit Hapoel Tel Aviv aus dem Lostopf gezogen worden war. "Wir haben kein Glück mit dieser Reise. Wir wissen, was letztes Jahr gegen Maccabi Haifa passiert ist", erinnerte Stevens. Damals hatten die Bullen nach einem 1:2 zu Hause in Israel eine 0:3-Pleite kassiert und mussten sich mit der Gruppenphase der Europa League zufriedengeben, die jedenfalls bereits erreicht ist.

"Es wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns", versicherte Stevens. "Wir müssen in zwei Spielen top sein, sonst werden wir die Champions League nicht erreichen." Das bisher einzige Mal war Salzburg 1994 in der europäischen Königsklasse vertreten. In der Ära Red Bull waren die Salzburger in den vergangenen vier Jahren dreimal in der finalen Quali-Runde gescheitert - 2006 an Valencia, 2007 an Schachtjor Donezk und zuletzt 2009 an Haifa.

"Jedes Los wäre schwierig gewesen"
Die weiteren möglichen Gegner wären der FC Basel, RSC Anderlecht, Sparta Prag und der FC Kopenhagen gewesen. "Im Prinzip wäre für den österreichischen Meister jedes Los schwierig gewesen", meinte Stevens. "Aber Hapoel ist sicher das schwierigste." Der israelische Double-Gewinner hatte im Vorjahr in der Gruppenphase der Europa League unter anderem zweimal Österreichs Rekordchampion Rapid abgefertigt - 5:1 zu Hause und 3:0 in Wien.

Bessere Mannschaft als im Vorjahr
"Israels Fußball hat seine Stärke mehrfach bewiesen. Seit dem Vorjahr sollten alle wissen, wie stark die Topteams aus Israel sind", betonte Stevens. Dennoch hätte sein Team auch gegen Maccabi eine Chance gehabt, wenn schon der gesamte Kader zur Verfügung gestanden wäre. Erst kurz vor Transferschluss war etwa Innenverteidiger Rabiu Afolabi geholt worden. "Jetzt sind wir vollständig", sagte Stevens. "Unsere Mannschaft ist besser als im Vorjahr."

Hapoel steht noch nicht im Meisterschaftsbetrieb, hatte sich daher auch in der dritten Quali-Runde gegen den FK Aktobe schwergetan. Nach einer 0:1-Niederlage in Kasachstan stiegen die Israeli nur dank eines 3:1-Heimsieges auf. Stars der Mannschaft sind der nigerianische WM-Keeper Vincent Enyeama sowie die beiden Offensivspieler Itay Shechter und Ben Sahar. Betreut wird Hapoel seit 2007 von Eli Guttman, Kapitän ist der 36-jährige Walid Badir.

Im gleichen Stadion wie gegen Maccabi
Genaue Kenntnis über den Gegner haben die Salzburger noch nicht. "Wir wollten nicht so weit reisen, aber das können wir nicht beeinflussen", erklärte Stevens. Gespielt dürfte wohl nicht im 17.500 Zuschauer fassenden Bloomfield Stadium werden, sondern wie im Vorjahr gegen Haifa im deutlich größeren Ramat Gan. "Wir wissen, was zu tun ist und wo wir hin wollen", sagte Stevens. Im vierten Anlauf innerhalb von fünf Jahren endlich in die Champions League.

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