Mi, 13. Dezember 2017

Experten ratlos

05.08.2010 16:25

Verkehr in Salzburg ist wieder zum Erliegen gekommen

"Es ist wieder katastrophal gewesen – aber es gibt derzeit keine andere Lösung!" Derart ernüchternd zog Stadtrat Johann Padutsch nach der "Regensperre" der Stadt Salzburg am Donnerstagnachmittag über die Verkehrssituation Bilanz.

Mit "katastrophal" bezeichnet Padutsch vor allem die Zustände an der Münchner Bundesstraße. Die Kolonne der Urlauberautos reichte bis über die Grenze nach Freilassing. Polizisten versuchten die Touristen zum Parkplatz Messegelände umzuleiten, doch dank präziser Navigationsgeräte fanden geschickte Lenker Umwege, um dennoch Richtung Innenstadt zu kommen.

Nebenstraßen beliebte Parkplätze
Dort ging mehrere Stunden nichts mehr – noch dazu war Schrannen-Tag. Als beliebter Parkplatz entpuppten sich die Nebenstraßen in Maxglan und in der Riedenburg, von wo es nur wenige Minuten ins Zentrum sind. Die Salzburger Polizei hatte in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13.20 Uhr sechs Beamte eingesetzt: drei an der Innsbrucker Bundesstraße, drei weitere in Liefering. Die Mönchsberg-Garagen waren überfüllt. Im Messezentrum wurden 250 Park-and-Ride-Karten verkauft.

Mehr Busspuren
Stadtrat Padutsch möchte nun noch mehr Busspuren durchsetzen, um freie Bahn für Feuerwehr oder Rettung zu ermöglichen. Und für ihn ist klar: "Salzburg ist so attraktiv, dass immer mehr Touristen kommen!" Inga Horny vom Altstadt-Marketing weist indes auf die neue Schnellbahnstation in Mülln hin: "Auf dem Gehweg an der Salzach sind es kaum zehn Minuten ins Zentrum."

Kronen Zeitung

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