Mo, 18. Dezember 2017

Jachten-Betrug

05.08.2010 22:58

"Krone" exklusiv: Erste Verhaftungen im Hypo-Krimi

Abseits der Gerüchte zu Millionenkonten Jörg Haiders gibt es beim nächsten Kärntner Krimi um die Hypo Alpe Adria jetzt einen echten Paukenschlag: Sondermittler verhafteten erstmals Verdächtige! Ein schillernder Firmenchef und sein Sohn stehen im Verdacht des Millionenbetrugs mit über die Bank geleasten Jachten, wie die "Krone" exklusiv berichtet.

Donnerstag um 7 Uhr früh schlugen Beamte der Wirtschaftspolizei und des Wiener Donaudienstes zu: Vier Büros beziehungsweise Privatwohnungen wurden in Wien und Kärnten durchsucht. Im Visier der Fahnder steht ein Jachtunternehmer und Immobilienhändler.

Der 69-Jährige mit besten Verbindungen zur Politik und ins Rotlicht hat eine schillernde Vergangenheit. So wurde einst auch gegen ihn ermittelt, weil er Nordkoreas irrem Diktator Kim Jong Il Autos verkauft haben soll. Bei dem von der Staatsanwaltschaft Wien geführten Erhebungsakt geht es nun um mehrere über die Hypo Alpe Adria geleaste Luxusschiffe. Der Krimi rund um Dutzende verschwundene Millionenjachten, die eigentlich im Besitz der Kärntner Bank sein sollten, hatte ja schon für Schlagzeilen gesorgt.

Nun gibt es jedenfalls die ersten beiden Festnahmen in der Hypo-Affäre. Der umtriebige Geschäftsmann und sein Sohn – er fährt trotz offizieller Millionenschulden der Familie immer nobel im Ferrari vor – sollen mindestens drei über Bankfilialen in Kärnten und München finanzierte Boote einfach weiterverkauft haben.

Seebriefe gelöscht und Boote umgetauft
Der Gesamtschaden dürfte sich in Richtung der Zehn-Millionen-Euro-Grenze bewegen. Da es keine zentrale Datei gibt, konnten die Verdächtigen die Seebriefe einfach löschen – und die Jachten auf andere Namen umtaufen. In dem dubiosen Finanzkarrussel quasi untergegangen ist unter anderem auch die in einem Hafen in Kroatien liegende Jacht "Katarina" (siehe Foto).

Wie berichtet, hatten im Sommer des vergangen Jahres zwei vermeintliche "Piraten" das Boot geentert. Nach der Festnahme stellte sich dann aber heraus, dass die Männer eines Inkassobüros im Auftrag der Hypo-Bank die "Katarina" zurückholen sollten.

von Christoph Budin und Andi Schiel, Kronen Zeitung

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